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Verstorbene ohne Angehörige

Wer Verstorbene vermisst - auf dem Öjendorfer Friedhof - Feld 317 - gibt es Gedenktafeln mit Namen von Verstorbenen, die ohne Angehörige bestattet wurden. Die Liste der Namen reicht zurück bis 2013.

Wer Verstorbene vermisst – auf dem Öjendorfer Friedhof – Feld 317 – gibt es Gedenktafeln mit Namen von Verstorbenen, die ohne Angehörige bestattet wurden. Die Liste der Namen reicht zurück bis 2013.

Als ich im Frühjahr des vergangenen Jahres den Obdachlosen Andre Heinz Martinßen (†49) zu Grabe trug, zeigten die Gräber der Verstorbenen ohne Angehörige auf dem Öjendorfer Friedhof noch keine Namen. Überall dort steckten nur diese kleinen gelben Sichtreiter in der Erde, mit nur einer Nummer darauf und ich fragte mich, wie das denn sein könne? „Im Tod nur eine Nummer“?

Hier weiterlesen: –> http://www.hamburger-wochenblatt.de/st-georg/lokales/verstorbene-ohne-angehoerige-d28678.html

 

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Feld 317

Neue Gedenksteine auf dem Öjendorfer Friedhof erinnern an einsam Verstorbene, die niemanden mehr haben (Foto: Max Bryan)

Neue Gedenksteine auf dem Öjendorfer Friedhof erinnern an einsam Verstorbene, die niemanden mehr haben (Foto: Max Bryan)

Wer Verstorbene vermisst – auf dem Öjendorfer Friedhof – Feld 317 – gibt es Gedenktafeln mit Namen von Verstorbenen, die ohne Angehörige bestattet wurden. Die Liste der Namen reicht zurück bis 2013. Hier ein Bericht: http://www.myheimat.de/hamburg/ratgeber/feld-317-d2728918.html

 

Ihr seid nicht vergessen! Gedenken an verstorbene Obdachlose

Einsam verstorbene werden künftig nicht mehr so leicht vergessen sein. Neue Gedenksteine auf dem Öjendorder Friedhof erinnern an Verstorbene ohne Angehörige. (Foto: Max Bryan)

Einsam verstorbene werden künftig nicht mehr so leicht vergessen sein. Neue Gedenksteine auf dem Öjendorder Friedhof erinnern an Verstorbene ohne Angehörige. (Foto: Max Bryan)

Hamburg. Der Obdachlose Andre Heinz Martinßen starb im Februar vergangenen Jahres in einem Zelt unter der Hamburger Kennedybrücke. Weil er keine Angehörigen hatte, wurde der 49-Jährige von Amts wegen auf dem Öjendorfer Friedhof bestattet – in einem Reihengrab – ohne Name – ohne Datum. Nun – und 18 Monate später – gibt es eine Gedenkstätte – nicht für Andy, aber für alle, die einsam sterben und niemanden mehr haben, der sich um ihr Grab kümmert.

– Nachbericht –

„Menschen ohne Angehörige, die in Hamburg sterben, werden künftig nicht mehr so leicht dem Vergessen anheimfallen“, schrieb die dpa am 20. November anlässlich der Einweihung des neuen Grabfeldes für Verstorbene ohne Angehörige auf dem Öjendorfer Friedhof.

https://archive.is/20151119175925/http://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/billstedt/article206694487/Gedenksteine-erinnern-an-gestorbene-Obdachlose-in-Hamburg.html

https://www.hinzundkunzt.de/gedenken-obdachlose/

http://www.bing.com/search?q=%22hamburg+bestattet+nicht+mehr+namenlos%22&qs=n&form=QBLH&pq=%22hamburg+bestattet+nicht+mehr+namenlos%22&sc=0-0&sp=-1

Unter der Leitung der Parlamentspräsidentin Carola Veit (SPD) sowie der Grünen-Politikerin Katharina Fegebank formierte sich 2012 eine Arbeitsgruppe zur Umgestaltung der Gräber für Verstorbene ohne Angehörige. Dies ist – in Teilen – auch gelungen. Demnach werden Verstorbene ohne Angehörige, die ohne Begleitung von Freunden und Bekannten im Feld 317 des Öjendorfer Friedhofs beigesetzt werden, künftig auch namentlich erfasst. Auf hellen, hausförmigen Steinen, mit jeweils einer Gedenktafel darauf, sind die Namen der auf den angrenzenden Rasenflächen beigesetzten Toten zu lesen.

«Es wird immer wichtiger, allen Verstorbenen ein würdiges Andenken bewahren zu können, gerade in Zeiten, wo immer mehr Menschen einsam sterben», sagte Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) während ihrer Eröffnungsrede und Pastorin Sabine Erler fügt hinzu: „“In unserem Umgang mit Tod und Bestattung entscheidet sich das Leben“.

Schon seit Jahren ist die Stadt bemüht, die Gräber der Verstorbenen ohne Angehörige „aufzuwerten“. Schon 2007 entstand eine neue Gedenkstätte aus zehn Findlingen, eingebettet in die Grabfelder 318 und 319 des Öjendorfer Friedhofs. Die Steine sind mit „Vater“, „Mutter“, „Tochter“ „Sohn“, „Freund“ oder „Freundin“ beschriftet.

Das aktuelle Projekt sieht nunmehr vor auch die Namen der Verstorbenen im Einzelnen sichtbar zu machen. Diese Gedenksteine sind deutschlandweit „einzigartig“, erklärte Unternehmenssprecher Lutz Rehkopf im Interview nach Ende der Veranstaltung.

Einziger Wermutstropfen: Die Neuregelung gilt vorerst nur für Bestattungen im Grabfeld 317. Verstorbene ohne Angehörige, die anderen Orts und fern der neuen Gedenkstätte bestattet werden, erhalten nach wie vor nur eine Nummer mit aufs Grab.

Mehr dazu morgen – im ausführlichen Bericht.

Fotos: Max Bryan & Raphael Merkle

"Hamburg bestattet nicht mehr namenlos" - titeteln Medien Ende November bundesweit. Das Hamburger Projekt ist einzigartig und auch vorbildhaft für andere Städte in Deutschland.

„Hamburg bestattet nicht mehr namenlos“ – titeteln Medien Ende November bundesweit. Das Hamburger Projekt ist einzigartig und auch vorbildhaft für andere Städte in Deutschland.

Obdachlos zu Lebzeiten, namenlos im Tode - In Hamburg ist es damit vorbei. Auch wer arm und einsam stirbt, wird beim Namen genannt. (Foto: Max Bryan)

Obdachlos zu Lebzeiten, namenlos im Tode – In Hamburg ist es damit vorbei. Auch wer arm und einsam stirbt, wird beim Namen genannt. (Foto: Max Bryan)

Friedhofsleitung, Bürgerschaft und Gäste ...

Friedhofsleitung, Bürgerschaft und Gäste …

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Auftakt zur Einweihungsveranstaltung. Trompeter Gero Weiland spielt "Ave Maria".

Auftakt zur Einweihungsveranstaltung. Trompeter Gero Weiland spielt „Ave Maria“.

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Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) sprach das Grußwort zum Thema "Erinnerung sichtbar machen" (Foto: Max Bryan)

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) sprach das Grußwort zum Thema „Erinnerung sichtbar machen“ (Foto: Max Bryan)

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Anschließend gab es eine Andacht mit Sabine Erler, Pastorin für Trauerkultur in der Propstei Wandsbek-Billetal, begleitet von Trompeter Gero Weiland.

Anschließend gab es eine Andacht mit Sabine Erler, Pastorin für Trauerkultur in der Propstei Wandsbek-Billetal, begleitet von Trompeter Gero Weiland.

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Und auch ich war eingeladen eine Rede zu halten :-)

Und auch ich war eingeladen eine Rede zu halten 🙂

"Max Bryan, Blogger und Bürgerreporter, erinnert an seinen obdachlosen Freund Andre Heinz Martinßen", hieß es in der Pressemitteilung der Hamburger Friedhöfe AöR zum 19. November. (Foto: Raphael Merkle)

„Max Bryan, Blogger und Bürgerreporter, erinnert an seinen obdachlosen Freund Andre Heinz Martinßen“, hieß es in der Pressemitteilung der Hamburger Friedhöfe AöR zum 19. November. (Foto: Raphael Merkle)

Anlass war die Umgestaltung der Anlage für Bestattungen von Amts wegen für Beisetzungen von Verstorbenen ohne Angehörige auf dem Öjendorfer Friedhof. (Foto: Raphael Merkle)

Anlass war die Umgestaltung der Anlage für Bestattungen von Amts wegen für Beisetzungen von Verstorbenen ohne Angehörige auf dem Öjendorfer Friedhof. (Foto: Raphael Merkle)

Was passiert mit Menschen, die sterben und niemanden mehr haben, der sich um ihr Grab kümmert? Wo und wie werden Menschen bestattet, die kein Geld haben für ein reguläres Grab? Antworten hier ...

Was passiert mit Menschen, die sterben und niemanden mehr haben, der sich um ihr Grab kümmert? Wo und wie werden Menschen bestattet, die kein Geld haben für ein reguläres Grab? Antworten hier …

Wenn Menschen in Hamburg ohne Angehörige versterben, kümmert sich die Stadt Hamburg um ihre Beisetzung auf dem Öjendorfer Friedhof. Sie kommt bei mittellosen Verstorbenen auch für die Kosten auf.

Wenn Menschen in Hamburg ohne Angehörige versterben, kümmert sich die Stadt Hamburg um ihre Beisetzung auf dem Öjendorfer Friedhof. Sie kommt bei mittellosen Verstorbenen auch für die Kosten auf.

"Ich Danke Herrn Rehkopf - für seine Tapferkeit im Umgang mit meinen nicht immer unkritischen Fragen ..." (Rede vom 19. November ... Abschrift demnächst ...)

„Ich Danke Herrn Rehkopf – für seine Tapferkeit im Umgang mit meinen nicht immer unkritischen Fragen …“ (Rede vom 19. November … Abschrift demnächst …)

Gab sogar Applaus ...

Gab sogar Applaus …

Anschließend gab es die Möglichkeit, eine Blume an einem Grabstein niederzulegen.

Anschließend gab es die Möglichkeit, eine Blume an einem Grabstein niederzulegen.

Im Oktober 2012 bildete sich ein Gesprächskreis, unter anderem mit Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und der damaligen Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Arbeit und Integration, Katharina Fegebank, der gemeinsam die Idee entwickelte, das Grabfeld künftig anders zu gestalten. Es sollten, anders als zuvor, die Namen derjenigen Menschen lesbar gemacht werden, die ohne Angehörige verstorben sind und von Amts wegen beigesetzt werden.

Im Oktober 2012 bildete sich ein Gesprächskreis, unter anderem mit Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und der damaligen Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Arbeit und Integration, Katharina Fegebank, der gemeinsam die Idee entwickelte, das Grabfeld künftig anders zu gestalten. Es sollten, anders als zuvor, die Namen derjenigen Menschen lesbar gemacht werden, die ohne Angehörige verstorben sind und von Amts wegen beigesetzt werden.

Lutz Rehkopf - Sprecher der Hamburger Friedhöfe AöR auf dem Weg zur Einweihung der neuen Gedenkstätte.

Lutz Rehkopf – Sprecher der Hamburger Friedhöfe AöR auf dem Weg zur Einweihung der neuen Gedenkstätte.

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Es regnet ...

Es regnet …

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"Bitte folgen Sie mir" ...

„Bitte folgen Sie mir“ …

Heute sind auf den Gedenksteinen die Namen der Verstorbenen mit Lebensdaten zu lesen. Zusätzlich wurde das Grabfeld durch Wege, zentrale Grabbeete und Gedenksteine gestalterisch aufgewertet.

Heute sind auf den Gedenksteinen die Namen der Verstorbenen mit Lebensdaten zu lesen. Zusätzlich wurde das Grabfeld durch Wege, zentrale Grabbeete und Gedenksteine gestalterisch aufgewertet.

Hamburger Wetter :-)

Hamburger Wetter 🙂

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Darf ich um ein Interview bitten?

Darf ich um ein Interview bitten?

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War sehr nett die Frau Veit ...

War sehr nett die Frau Veit …

Carola Veit (SPD) im Max Bryan-Interview am 19.11.2015. Danke ans Lokalfernsehen ...

Carola Veit (SPD) im Max Bryan-Interview am 19.11.2015. Danke ans Lokalfernsehen …

«Es wird immer wichtiger, allen Verstorbenen ein würdiges Andenken bewahren zu können, gerade in Zeiten, wo immer mehr Menschen einsam sterben» (Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD)

«Es wird immer wichtiger, allen Verstorbenen ein würdiges Andenken bewahren zu können, gerade in Zeiten, wo immer mehr Menschen einsam sterben» (Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD)

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Unternehmenssprecher Lutz Rehkopf im Interview am 19.11. Uns zwei verbindet eine ganz besondere Geschichte ...

Unternehmenssprecher Lutz Rehkopf im Interview am 19.11. Uns zwei verbindet eine ganz besondere Geschichte …

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Und Respekt für den Mut sich auch den kritischen Fragen zu stellen ...

Und Respekt für den Mut sich auch den kritischen Fragen zu stellen …

Das komplette Interview demnächst ... bei www.Max-Bryan.com

Das komplette Interview demnächst … bei http://www.Max-Bryan.com

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Und die gute Nachricht ist: Lutz Rehkopf ist sehr bemüht und will sich auch noch für die anderen Gräber mit einsetzen. (Fortsetzung folgt ...)

Und die gute Nachricht ist: Lutz Rehkopf ist sehr bemüht und will sich auch noch für die anderen Gräber mit einsetzen. (Fortsetzung folgt …)

Und die gute Nachricht ist: Lutz Rehkopf ist sehr bemüht und will sich auch noch für die anderen Gräber mit einsetzen. (Fortsetzung folgt ...)

Und die gute Nachricht ist: Lutz Rehkopf ist sehr bemüht und will sich auch noch für die anderen Gräber mit einsetzen. (Fortsetzung folgt …)

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dpa-Interview vom 19.11.

dpa-Interview vom 19.11.

Hab die GANZE Geschichte erzählt ... (Einzelheiten demnächst ...)

Hab die GANZE Geschichte erzählt … (Einzelheiten demnächst …)

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Auch anderen Orts wurde dieser Tage der einsam Verstorbenen gedacht. So trafen sich zahlreiche Hinz & Künztler am Totensonntag unterm gemeinsamen Gedenkbaum für alle verstorbene Verkäufer der Straßenzeitung "Hinz & Kunzt".

Auch anderen Orts wurde dieser Tage der einsam Verstorbenen gedacht. So trafen sich zahlreiche Hinz & Künztler am Totensonntag unterm gemeinsamen Gedenkbaum für alle verstorbene Verkäufer der Straßenzeitung „Hinz & Kunzt“.

Ich bin happy, die neuen Gedenksteine ist sehr schön. Aber sie sind nur eine Etappe auf dem Weg zur Vollendung. Mehr dazu im ausführlichen Bericht noch diese Woche ...

Ich bin happy, die neuen Gedenksteine ist sehr schön. Aber sie sind nur eine Etappe auf dem Weg zur Vollendung. Mehr dazu im ausführlichen Bericht noch diese Woche …

Gedenkplaketten aus Messing am Gedenkbaum von Hinz und Kunzt ... Vorbericht hier: https://maxbryan.wordpress.com/2015/11/17/namen-auf-graebern-termin-19-11/

Gedenkplaketten aus Messing am Gedenkbaum von Hinz und Kunzt … Vorbericht hier:
https://maxbryan.wordpress.com/2015/11/17/namen-auf-graebern-termin-19-11/

Namenlose Gräber – Termin Hamburg

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18 Monate ist es her, dass ich mit einem Kreuz auf den Schultern vom Hamburger Hauptbahnhof zum Öjendorfer Friedhof fuhr, um am Grab des Obdachlosen Andre Heinz Martinßen ein Grabkreuz aufzustellen. Wochen zuvor war der damals 49-Jährige in einem Zelt unter der Hamburger Kennedybrücke an einer Lungenentzündung gestorben. Medien hatten darüber berichtet. Am 29. April 2014 wurde Andre Heinz Martinßen auf dem Öjendorfer Friedhof in einem Reihengrab bestattet. Kein Name – kein Datum.

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Rückblick:

Öjendorfer Friedhof – Feld 205, Grabnummer 205-03-156. Als ich im Frühjahr des vergangenen Jahres den Obdachlosen Andre Heinz Martinßen zu Grabe trug, hatten die Gräber der Verstorbenen ohne Angehörige noch keine Namen. Überall steckten nur diese kleinen gelben Sichtreiter in der Erde, mit nur einer Nummer darauf und ich fragte mich, wie das denn sein könne? „Im Tod nur eine Nummer“?

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Wie sollen Freunde und Bekannte am Grab denn trauern, wenn nur diese Nummer in der Erde steckt? Gibt es nichts, woran man die Trauer auch fest machen kann? Kein Datum, kein Hinweis? Nicht mal ein Name?

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Was passiert mit Menschen, die sterben und niemanden mehr haben, der sich um ihr Grab kümmert? Wo und wie werden Menschen bestattet, die kein Geld haben für ein reguläres Grab?

Diesen und anderen Fragen bin ich nachgegangen, mit zum Teil erschreckendem Ergebnis.

(Ausführlicher Bericht ab 23.11.)

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Anfänge hier: https://www.facebook.com/notes/max-bryan/nachruf-toter-obdachloser/775090999175484

So fand ich unter anderem heraus, dass das Hamburger Bestattungsgesetz standardmäßig keine weiteren Leistungen vorsieht. Kein Kreuz, kein Stein, kein Name, nur eine Nummer, die Verstorbene ohne Angehörige damals mit auf ihr Grab bekamen und jahrelang wurden mittellose Menschen so bestattet. Darunter auch Andre Heinz Martinßen, auch er war obdachlos und wurde nur 49 Jahre alt. Am 29. April des vergangenen Jahres wurde er bestattet, in einem Reihengrab – ohne Name – ohne Datum – fast anonym – tut die Stadt denn gar nichts?

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Nachfrage bei der Hamburger Friedhöfe AöR und „Nein“, mehr sei nicht vorgesehen, wenn der Verstorbene keine Angehörigen mehr hat, dann sei dies das „Standardverfahren“, das heißt, der Verstorbene wird in einem Reihengrab auf dem Öjendorfer Friedhof beigesetzt und Grabkreuze seien „hierfür nicht vorgesehen“, teilte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage hin mit (April 2014).

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Mein Aushang vom April 2014.

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Der Zettel hing nicht lang 🙂

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Zu Gast bei Marcel & „Masse“ im Keller des Hinz & Kunzt Gebäudes.

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Freiwillige Helfer von Hinz & Kunzt bauten dem „Andy“ ein Grabkreuz. Aufnahme vom April 2014.

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Erstmals zu sehen hier im Blog: Wie alles begann … im Mai 2014!

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Marcel – der Hausmeister.

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Marcel (40) ist fest angestellt bei Hinz & Kunzt und total stolz darauf dort sein zu dürfen. „Es ist anstrengend und man hat am Ende des Tages echt so ´ne Birne, aber ich möchte das hier nicht mehr missen“, sagt der junge Mann, der hier als Hausmeister arbeitet und über Hinz und Kunzt auch eine Wohnung bekam.

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Ob er ein „Goodguy“ ist – „ein guter Junge“ – so wie es auf seinem T-Shirt steht – frage ich Marcel (40) – und der Mann mit dem Pinsel in der Hand wird nachdenklich.

Nach einer schwierigen Vergangenheit in Heim und Wohngemeinschaften fand Marcel im Leben auf der Straße einen „Fluchtpunkt“, „da konnte ich dem Stress entfliehen“, erzählt der Hinz & Künztler rückblickend. „Irgendwann dann hatte ich die Nase voll“ und heuerte hier bei Hinz & Kunzt an, dem Herausgeber der gleichnamigen Obdachlosen-Zeitung, die überall in der Stadt von Obdachlosen verkauft wird und Marcel nutzte seine Chance. „Ich will daran festhalten, an der Wohnung, an dem Job – ich bin so froh, dass ich diese Chance bekommen habe“, sagt Marcel im Interview und hat genau im Blick, was jetzt noch zu tun ist.

„Nur noch ein bisschen Lasur muss drauf“ und natürlich das Namensschild nicht vergessen, merke ich an und schon muss ich auch weiter – der nächste Termin wartet.

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Auch „Masse“ (31) hat´s nicht leicht im Leben.

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Früher selbst mal „Platte“ gemacht, kennt er die Probleme, wenn man irgendwann den Anschluß zur Realität verliert. „Irgendwann lebst du in deiner eigenen Welt“, erzählt er und berichtet, wie er am Boden zerstört war, wie er lustlos durch Hamburg irrte, nichts habe ihn mehr interessiert, weder seine Ex, noch sein Kind, er habe sich „einfach gehen lassen“, bis Marcel dann kam, der Hausmeister hier bei Hinz und Kunzt, der habe ihm geholfen „ohne zu regeln“, sagt der 31-Jährige und genau das sei auch wichtig. Die bloße Anwesenheit – ohne zu reglementieren – helfe schon dabei „neue Wege zu gehen“.

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„Masse“, einer der fleißigen Helfer, die das Grabkreuz für Andy ermöglicht haben.

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Problem: Öjendorf liegt nicht gerade um die Ecke und keine Ahnung, warum Friedhöfe immer am Stadtrand gebaut werden. Ohne Auto und mit der Bahn fährt man gut 40 Minuten. Infos hier:
http://www.friedhof-hamburg.de/oejendorf/kurz-info-fuer-besucher/

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Fragende Blicke in der U-Bahn.

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Mein Videotagebuch läuft seit ´97 und machte auch hier keine Ausnahme. Alles ist live, alles ist echt und ich bin ein Fan der Echtzeit.

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Nichts ist spannender als das wahre Leben und nichts ist echter als die Wahrheit.

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Detlef – auch „Wolle“ genannt, weil er aussieht wie „Wolle Petry“, zumindest sagen das seine Kumpels. Andy war einer von ihnen. Nun ist der tot.

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„Wenn ich mal sterbe, kommst Du dann zu meiner Beerdigung?“ – hatte Detlef seinen Kumpel zu Lebzeiten noch gefragt und nun es ist genau umgekehrt. Menschen, die auf der Straße leben, werden nicht alt. 45 Jahre beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung eines Obdachlosen in Deutschland und anderswo.

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Und es wird düster. Hinter vorgehaltener Hand erzählt Detlef mir, dass Andy aus einem der Container des Winternotprogramms geflogen sei, angeblich weil er zu viele Flaschen gesammelt hat. Doch das sollte kein Grund sein, die Menschen vor die Tür zu setzen. Selbst in einer Stadt wie Hamburg – mit mehr als 130 Sozialstationen – ist ein bedingungsloses Winternotprogramm leider immer noch reinste Utopie!

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Jesus-Statue auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Der Ort hat was echt Friedliches.

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„Der Reder Friedrich Wenke wollte ursprünglich gleich drei Figuren aufstellen – Jesus, Moses und Martin Luther – aber eine tut´s irgendwie auch.

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Überhaupt sind die Anlagen sehr gepflegt und stellenweise uralt. Eine der Grabplatten stammt von 1899 und erinnert an Vincent Plagius – dem Gründer des akademischen Gymnasiums.

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Auch Alfred Lichtwark – der Gründer der Hamburger Kunsthalle -wurde in den 60-er Jahren nach Ohlsdorf umgebettet und natürlich sind wir immer noch in Öjendorf, bei den Reihengräbern ohne Namen.

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Wir nähern uns dem Grab von Andy. Vor 7 Tagen wurde er hier beerdigt und Detlef konnte nicht dabei sein. Runtergebrannt bis auf 20 Cent, mehr hatte er nicht mehr. Zu wenig für eine Fahrkarte und das Schlimmste daran, ich konnte ihm nicht helfen, war selbst am Limit. Für manche Dinge gebe ich auch mein letztes Hemd.

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Detlef (56) muss Pause machen. Er hat ein böses Bein.

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„Ein paar Jahre noch und ich komm auch hier her“, erzählt er mit leerem Blick nach vorn und ob ich ihm dann auch so ein Kreuz baue, will er wissen. 17 Jahre hat Detlef als Fernfahrer gearbeitet, sein Rücken ist kaputt und er hat Arthrose, muss jeden Tag Tropfen nehmen gegen die Schmerzen. Der Container an der Trinitaskirche war sein Sprungbrett runter von der Straße und von da aus ging es in die Kirchenkate, eine für Pfarrhöfe typische Einrichtung, um Obdachlosen wieder eine Zukunft zu bieten. Gegen ein geringes Entgelt kann dort jeder wohnen, der sich darum bemüht, doch die Warteliste ist lang.

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Die Sache ging ihm merklich nah. Nur noch wenige Meter und wir sind da …

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Die Blumen, wie ich sie vor knapp 7 Tagen aufs Grab gestellt hatte, sahen noch gut aus.

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Und damit auch die letzten 10 Euro, die ich (damals) in der Tasche hatte. Die Sache war es mir wert. Schließlich kannte ich ihn und für uns hätte er das selbe getan.

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Dann mal los …

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So ein Kreuz zu bauen ist gar nicht so schwer und kostet nicht die Welt. Zwei Kanthölzer 8×8 (wetterfest, am besten Eiche) übereinanderlegen und das horizontale Stück quer zum Vertikalbereich positionieren. Schnittkanten anzeichnen und an den Bleistiftstrichen entlang mit einer Säge die Versenkungen ins Holz fräsen, also darauf achten, die Hölzer nicht ganz durchzusägen. Jeder Schnitt sollte die selbe Tiefe haben. Am Ende mit dem Meißel das Holz zwischen den Linien entfernen und beide Hölzer an den versenkten Stellen ineinanderstecken – fertig ist das Holzkreuz (Leim nicht vergessen 🙂

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Als Detlef die Blumen pflanzte, erinnerte mich das irgendwie an einen Vater, der seinen toten Sohn begräbt. Sorgsam, liebevoll, andächtig und irgendwie auch professionell. „Ich habe mal auf einem Friedhof gearbeitet“, ein „1 Euro-Job“, verrät Detlef mir ganz beiläufig und die Arbeit habe ihm auch Spaß gemacht.

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Im Hintergrund deutlich zu erkennen, die Zahl der Verstorbenen ohne Angenhörige ist nicht gering. Überall stecken kleinen gelbe Sichtreiter in der Erde, die Friedhöfe der Stadt sind voller vergessener Seelen.

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Die gute Nachricht: Die Stadt hat reagiert und heute braucht es keine Kreuze mehr. Jeder Verstorbene ohne Angehörige bekommt ab sofort einen Stein mit auf´s Grab, mit einem Namen und einem Datum darauf – das der Geburt und das des Todes und das meine Damen und Herren, ist eine wahre Neuerung – IM TOD NICHT LÄNGER NUR EINE NUMMER – IM TOD AUCH EIN NAME – „Hurra“, könnte man jetzt sagen.

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Andre Heinz Martinßen (†49) starb am 20. Februar 2014 allein in einem Zelt unter der Kennedybrücke und wurde am 29. April 2014 im Sammelverfahren und per Reihengrab ohne Name und Sterbedatum bestattet.

ICH DANKE ALLEN – die daran mitgewirkt haben – das Projekt „Namensplaketten auf Steinen“ für Verstorbene ohne Angehörige zu ermöglichen. Vielen Dank dafür!

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Und Andy, falls Du hier zuschaust, schau her, was Dein Tod noch bewirkt hat. So lange dieses Kreuz hier steht, werden die Menschen sich immer an Dich erinnern – und wie alles mal begann – mit einem Zelt unter der Brücke – und einem Mann – dessen Tod nun einen Namen trägt.

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– EINLADUNG –

Liebe Leser, am Donnerstag, den 19.11.2015 ist es soweit. Die Zeit der namenlosen Gräber ist vorbei. Zusammen mit Hamburgs Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit weihen wir die neuen Gräber auf dem Öjendorfer Friedhof in Hamburg ein. Freunde und Bekannte des Verstorbenen sowie alle Interessierten sind herzlichst hierzu eingeladen.

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TERMIN: 19.11.2015 – 10 Uhr – Friedhof Öjendorf
Manshardtstraße 200 – 22119 Hamburg
Grabfeld Nr. 318
– Einen Friedhofsplan finden Sie hier:
http://www.friedhof-hamburg.de/fileadmin/Dateien/pdf/oejendorf/Plan_Oejendorf.pdf
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Anfahrt & Allgemeine Info
http://www.friedhof-hamburg.de/oejendorf/kurz-info-fuer-besucher/

Programm:

10.00 Trompetenstück zur Einführung (Gero Weiland)
10.04 Begrüßung durch Wolfgang Purwin, Geschäftsführer der Hamburger Friedhöfe -AöR- oder Rainer Wirz, Bereichsleiter Friedhöfe der Hamburger Friedhöfe -AöR-.
10.06 Rede der Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit
10.16 Andacht mit Friedhofspastorin Erler, begleitende Trompetenmusik
10.30 Rede Max Bryan – „Wie alles begann – Nachruf Andre Heinz Martinßen“
10.45 Ende der Veranstaltung. Im Anschluss können Gäste Blumen auf Steine ihrer Wahl legen.

Hintergrund & Anfänge:

Todesnachricht (24.02.2014)
http://www.hinzundkunzt.de/toter-obdachlose-ist-identifiziert/

Interview mit Andre Heinz Martinßen (10 Monate vor seinem Tod) –> http://www.youtube.com/watch?v=A9P0QEqhEVg&list=UUWbqAhkZlc-5P2_rEJtcXkg

Kreuzbauer gesucht (29.4.2014)
http://www.hamburger-wochenblatt.de/st-georg/lokales/nachruf-toter-obdachloser-termin-29-april-d16559.html

„Das Kreuz steht“ (7.5.2014)
https://www.facebook.com/notes/max-bryan/nachruf-toter-obdachloser/775090999175484

Foto: https://www.facebook.com/161102710574227/photos/pb.161102710574227.-2207520000.1447303592./813976258620199/?type=3

Reblog:
http://horst-schneider-altona.blogspot.de/2014/05/wieder-ist-ein-mensch-ohne-wohnung-ein.html

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Liste toter Obdachloser in der Lobby des Hamburger Straßenmagazins Hinz & Kunzt.

Internet und Obdachlose [Sendekopie ZDF-Info]


(dort ab Minute „8:05“ geht´s um die Obdachlosen und den Steinfurther Gartenhof …)

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Frühling verbindet alles Sein

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https://web.facebook.com/notes/max-bryan/fr%C3%BChling-verbindet-alles-sein/979341935417055

Danke und Merci – Was war und was bleibt

– Ein Jahresrückblick von und mit Max Bryan –

228 Tage ohne Blog und damit die längste Pause bei MaxBryan.com. Facebook ermahnte mich schon: „Deine Freunde warten auf Nachricht von Dir …“ und ja, es ist lange her und ich will die Zeit vor Ablauf des Jahres noch nutzen um wenigstens Nachricht zu geben, was geschah und wo wir stehen, die Zeit rast gnadenlos und zuletzt auch gegen mich.

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Seit meiner Rückkehr aus Hamburg – im Mai diesen Jahres – lief Einiges schief. Vieles war aufwendiger als ich dachte und die Geschichten wurden nicht kleiner. Was ich mache, tun Andere nur im Team, viel Zeit und Manpower geht verloren, wenn man alles nur alleine macht (ich wünscht´ ich hätt´ ein Team 🙂

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Neulich meldete sich eine gute Freundin aus Hamburg bei mir, sie arbeitet bei der „ZEIT“ und hatte mir im Februar ihren Keller in Altona zur Verfügung gestellt, damals, als ich Andy zu Grabe trug. 7 Monate ist das jetzt her und jeden Tag sieht sie neue Leute, denen es noch schlechter ging als mir und gerne will sie helfen, ich bin so stolz auf Menschen wie Anne, die im Bettler auch den Menschen sehen und nicht nur sein „drum herum“.

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„Schau her, ich sehe nur Dich und sonst nichts um Dich herum“, auch das ein Spruch von damals, Nächstenliebe tut so gut und viele leben das auch –> https://www.facebook.com/notes/max-bryan/cleeberg-und-die-d%C3%B6rfer-moms-brief/344251962259392

Andere lernen noch  –> https://www.facebook.com/notes/max-bryan/butzbach-und-der-wilde-westen/344488258902429

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Zurück in Hamburg

Letztes Jahr um die Zeit war ich in Hamburg unterwegs, zu Besuch bei Freunden und zurück an dem Ort, wo alles begann, damals vor 4 Jahren – im Winter 2010. Was bleibt sind Erinnerungen, an Menschen und Wegbegleiter und Horst war einer von ihnen. Hier mein Bericht von damals (2013) –>
https://www.facebook.com/notes/max-bryan/ein-bett-f%C3%BCr-den-winter-vertrauen-und-chance/708011589216759

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Eine junge Frau (Manuela D.) schrieb damals, dass auch sie mal viel Vertrauen hatte und ihr Bericht berührt mich damals wie heute sehr. Sie schreibt: „Ich wohne in direkter Nachbarschaft zu Wuppertaler Tafel und habe vor vier Jahren dann meinen Keller hergerichtet“, um ihn wohnungslosen Menschen zum Übernachten anzubieten und das auch „gegen den ausdrücklichen Wunsch der Nachbarn“, berichtet Manuela D. und auch ihre Familie sei davon nur wenig begeistert gewesen. „Trotzdem wollte ich das tun“, schreibt sie und es dauerte auch nicht lange, bis sich ein zirka 40-jähriger Mann bei ihr vorstellte und Manuela sprach ein paar Regeln mit ihm ab. Also Müll in die Tonnen, Toilette benutzen und kein Lärm im Treppenhaus. Sogar Besuch hatte sie erlaubt, sofern nach 22.00 Uhr dann auch Ruhe sei „und er hat alles von mir bekommen, sogar ein Radio hatte ich ihm hingestellt“, berichtet sie.

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Nach zwei Wochen und mehreren Versuchen mit ihm zu reden, „musste ich dann die Schlösser austauschen“. Es roch stark nach Urin, jeden Abend brachte er dann Kumpels mit und es wurde laut gegrölt und gesoffen bis tief in die Nacht „und auch noch in die Ecken gepinkelt“. Der Heizlüfter und das Radio und was man sonst noch so gebrauchen konnte waren weg – alles geklaut. „Ich war sehr traurig darüber, das es diesem Menschen nicht gelang  meine Hilfe anzuerkennen und eine angemessene Haltung zu bewahren“, schreibt Manuela.

Ihr sei klar, dass Alkohol ein großes Problem ist, das habe sie auch „einkalkuliert“, „aber dass so grenzüberschreitend gehandelt wird“, mache sie „einfach nur traurig“ und ihre Familie sollte recht behalten, alles was sie an Vorurteilen hatte, traf auch ein.

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Ein Bett für den Winter

Manuela brachte den Keller dann wieder in Ordnung und zwei Wochen später fand sich eine junge Frau ein, die glücklich und dankbar war für das Angebot und Manuela versuchte es noch einmal. Nur nicht aufgeben – dachte sie. Doch auch diese Frau hatte einen Makel, denn sie nutzte den Keller zur Prostitution um ihre Drogen zu finanzieren! Nach einem weiterem Gesprächsversuch – wieder Schloss ausgetauscht.

Im Jahr darauf dann wagte Manuela einen weiteren Versuch. Es war ein junger Mann, der Abends kam und morgens – nach dem waschen und dem Frühstück – wieder ging. Er half sogar den Mülleimer runter zu tragen und Weihnachten hatte er „mit uns gefeiert“, so ihr Bericht. „Leider ging er ohne sich zu verabschieden“, keiner weiß wo er heute ist, sagt sie. „Polizei und Krankenhäuser habe ich angerufen und zur Tafel kommt er auch nicht mehr“. Ob sie es dieses Jahr noch einmal versucht, jemand im Winter von der Straße zu holen, weiß sie noch nicht, auch weil es ihr selbst nicht gut geht. Sie könne also verstehen, dass Menschen sich scheuen, das Risiko auf sich zu nehmen und wünscht mir viel Erfolg mit meinem Blog und ja, auch dieser Erlebnisbericht zeigt, dass es ungemein wichtig ist, nicht aufzugeben.

Was Manuela getan hat, war genau das Richtige, auch wenn sie schon so oft enttäuscht wurde.

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Helfen statt Regeln

Viele der Menschen, die auf der Straße leben, haben irgendein Problem, das sie an die Straße bindet. Sei es der Alkohol, die Drogen – was auch immer – die Macht der Gewohnheit betäubt ihre Sinne, sie sehen die Welt manchmal anders. Gerade deshalb ist es so wichtig den Kurs auch zu halten, nicht aufzugeben und weiterhin Chancen zu vergeben. Irgendwann fällt ein Engel vom Himmel, der allen Helfern dankt und auch ein Lächeln schenkt, mit einer Wiederkehr – in einer dann (vielleicht) besseren Welt.

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Dieses Jahr blieb ich in Steinfurth und es war mein erstes Weihnachten auf dem Hof und ich bin so froh auch da sein zu dürfen. Die Ruhe, die ich suchte, fand ich hier, mitten im Paradies und mein Buch braucht noch …

Vorgeschichte hier: –> http://www.facebook.com/notes/max-bryan/habe-vertrag-schreibe-buch/624081054276480

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Und hier –> http://www.zeitjung.de/menschen/9229-wenn-man-auf-der-strasse-lebt-gibt-es-kein-goodbye-interview-mit-max-bryan

Und die Zeit drängt. Allein 6 Monate war ich mit Recherchen zum Thema „Sozialgrab“ beschäftigt, deckte Hintergründe auf, führte unzählige Interviews und wollte helfen zu verändern, damit Leute wie Andy eine Chance bekommen – BEVOR sie sterben. Nachruf hier –> http://www.facebook.com/notes/max-bryan/nachruf-toter-obdachloser-termin-29-april/775090999175484

Andre Heinz M. vor einem Jahr. Hier in einem Interview vom Mai 2013. Ein Jahr später und er ist tot. Gestorben an den Folgen seiner Armut. (Foto: MaxBryan.com)

Mit Rücksicht auf den Terminkalender der Hamburger Friedhofsverwaltung hatte ich den gut 40-seitigen Bericht dann erst mal eingestampft – respektive (noch) nicht veröffentlicht, kommt aber …

Story auf Halde

Seit Juli tat sich erst mal noch ein anderes Thema auf und auch dem konnte ich mich nicht entziehen und scheiterte dann an der Selbstsucht rücksichtsloser Egoisten, die trotz 1000 Seiten Schriftverkehr nicht einlenken wollten und dabei längst hätten helfen können. Leute, mit viel Geld, die einem ehemaligen Obdachlosen nicht mal ein paar Klicks bei Youtube gönnen und die über Monate hinweg die durch und durch beherzte Arbeit eines Einzelnen mit Füßen treten. Das meine Damen und Herren, ist die wahre Geschichte hinter der Fassade eines allseits bekannten Popstars, der sich nach außen hin stets auch weitherzig gibt und der es dann nicht mal für nötig hält zu antworten. Eine traurige Geschichte über Missgunst, Gier, Hochmut und Heuchelei und auch diese Wahrheit wird ihren Weg (noch) finden (demnächst).

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Steinfurther Weihnacht

Zurück auf dem Gartenhof gab´s erst mal Steinfurther Weihnacht von und mit Gertrud Gilbert, einer guten Freundin des Hauses. Tagelang hatten wir die alte Zehntscheune dann liebevoll hergerichtet, mit Kerzen, Eibe-Blättern, Sternen und vielen Lichtern, ein wunderbarer Ort zum feiern, hier kommst Du an, hier darfst Du sein.

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Eine ausführliche Fotostrecke zum Thema gibt´s hier –>
https://www.facebook.com/notes/max-bryan/danke-und-merci-was-war-und-was-bleibt/911546488863267

Die alte Zehntscheune auf dem Gartenhof Löw zu Steinfurth

Die alte Zehntscheune auf dem Gartenhof Löw zu Steinfurth

Begrüßung der Gäste durch Gertrud Gilbert ... (Foto: Max Bryan)

Begrüßung der Gäste durch Gertrud Gilbert … (Foto: Max Bryan)

Die Weihnachtsgeschichte in der Scheune vom Gartenhof ...

Die Weihnachtsgeschichte in der Scheune vom Gartenhof …

Texte des Pfarrers Lothar Zenetti begleitet von  einem Kranz stimmungsvoller Gedichte - meist im Dialekt.

Texte des Pfarrers Lothar Zenetti begleitet von einem Kranz stimmungsvoller Gedichte – meist im Dialekt.

Gertrud liest, singt und spielt Klavier ... (Foto: Max Bryan)

Gertrud liest, singt und spielt Klavier … (Foto: Max Bryan)

"Stille Nacht, heilige Nacht ..."

„Stille Nacht, heilige Nacht …“

Dieter Wirz (Akkordeon) und Vojislav Miller (Oboe)

Dieter Wirz (Akkordeon) und Vojislav Miller (Oboe)

Ihr Engelein kommet ...

Ihr Engelein kommet …

Weihnachtsgebäck

Weihnachtsgebäck

Gertrud Gilbert - Schauspielerin und Sängerin (Foto: Max Bryan)

Gertrud Gilbert – Schauspielerin und Sängerin (Foto: Max Bryan)

Danke für´s Kommen ...

Danke für´s Kommen …

Und Danke an Heinke von Löw (93) - ohne sie wäre dieser Ort nicht das, was er heute ist.

Und Danke an Heinke von Löw (93) – ohne sie wäre dieser Ort nicht das, was er heute ist.

Sie fehlte am meisten ...

Sie fehlte am meisten …

Eine Zugabe für Heinke von Löw ...

Eine Zugabe für Heinke von Löw …

Ich wünsche allen Lesern, Freunden und Unterstützern einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Herzlichst,
Euer Max Bryan
31. Dezember 2014

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Danke, dass es Euch gibt … –> https://www.youtube.com/watch?v=cVws3gQQFgs

Ein Bett für den Winter – Vertrauen und Chance

01-MaxBryan-Waldmensch-snapshot-1sl13-1sm12-837-1024xEs wird kalt auf Hamburgs Straßen und Weihnachten steht vor der Tür. Alle Jahre wieder und letztes Jahr um die Zeit traf ich Horst, ein Wandersmann aus Süddeutschland, seit mehr als einem Jahr ist er nun schon „On Tour“ und einige Zeit nun auch schon in Hamburg.

(MB) Als junger Kerl die „Walz“ verpasst, will er nachholen, was er damals versäumte und so eine Walz dauert „3 Jahre und einen Tag“, sagt Horst und Horst ist Zimmermann und schnitzt gerade an einem seiner Stöcke, den er im Wald fand und zum Dank an eine Familie verschenken will. Liebe Leut hatten ihn aufgenommen, „für ein paar Tage geht das immer“, sagt Horst.

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„Danke für die Gastfreundschaft“ schnitzt er mit dem Messer in das Holz und gerade geht die Sonne auf. „Das ist ein herrlicher Ort hier zum Sonne tanken „, sagt der bärtige Mann aus dem Schwabenland, der gerne auch auf den Namen „Waldmensch“ hört.

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Wie die Hamburger so sind, frage ich ihn und Horst antwortet: „Die sind super nett hier“ und ergänzt, dass ihm neulich ein Hausbesitzer aufnahm und ihm sogar die Wohnungsschlüssel überließ. Was für ein Gottvertrauen und Horst ist nun wirklich ein netter Kerl, weshalb wohl auch der persönliche Eindruck vor Ort viel ausmacht und nicht jeder hat so viel Vertrauen.

Manuela D. – zum Beispiel – hatte das auch (das Vertrauen) und wurde enttäuscht. In einem der Kommentare meines Blogs vom Dezember 2013 schrieb sie: „Ich wohne in direkter Nachbarschaft zu Wuppertaler Tafel und habe vor vier Jahren dann meinen Keller hergerichtet“, um ihn wohnungslosen Menschen zum Übernachten anzubieten und das auch „gegen den ausdrücklichen Wunsch der Nachbarn“, berichtet Manuela D. und auch ihre Familie sei davon nur wenig begeistert gewesen. „Trotzdem wollte ich das tun“, schreibt sie und es dauerte auch nicht lange, bis sich ein zirka 40-jähriger Mann bei ihr vorstellte und Manuela sprach ein paar Regeln mit ihm ab. Also Müll in die Tonnen, Toilette benutzen und kein Lärm im Treppenhaus. Sogar Besuch hatte sie erlaubt, sofern nach 22.00 Uhr dann auch Ruhe sei „und er hat alles von mir bekommen, sogar ein Radio hatte ich ihm hingestellt“, berichtet sie.

Nach zwei Wochen und mehreren Versuchen mit ihm zu reden, „musste ich dann die Schlösser austauschen“. Es roch stark nach Urin, jeden Abend brachte er dann Kumpels mit und es wurde laut gegröhlt und gesoffen bis tief in die Nacht „und auch noch in die Ecken gepinkelt“. Der Heizlüfter und das Radio und was man sonst noch so gebrauchen konnte waren weg – alles geklaut. „Ich war sehr traurig darüber, das es diesem Menschen nicht gelang  meine Hilfe anzuerkennen und eine angemessene Haltung zu bewahren“, schreibt Manuela.

05-MaxBryan-Obdachlose-Hamburg-Smile-S4250005-1024xIhr sei klar, dass Alkohol ein großes Problem ist, das habe sie auch „einkalkuliert“, „aber dass so grenzüberschreitend gehandelt wird“, mache sie „einfach nur traurig“ und ihre Familie sollte recht behalten, alles was sie an Vorurteilen hatte, traf auch ein.

Manuela brachte den Keller dann wieder in Ordnung und zwei Wochen später fand sich eine junge Frau ein, die glücklich und dankbar war für das Angebot und Manuela versuchte es noch einmal. Nur nicht aufgeben – dachte sie. Doch auch diese Frau hatte einen Makel, denn sie nutzte den Keller zur Prostitution um ihre Drogen zu finanzieren! Nach einem weiterem Gesprächsversuch – wieder Schloss ausgetauscht.

Im Jahr darauf dann wagte Manuela einen weiteren Versuch. Es war ein junger Mann, der Abends kam und morgens – nach dem waschen und dem Frühstück – wieder ging. Er half sogar den Mülleimer runter zu tragen und Weihnachten hatte er „mit uns gefeiert“, so ihr Bericht. „Leider ging er ohne sich zu verabschieden“, keiner weiß wo er heute ist, sagt sie. „Polizei und Krankenhäuser habe ich angerufen und zur Tafel kommt er auch nicht mehr“. Ob sie es dieses Jahr noch einmal versucht, jemand im Winter von der Straße zu holen, weiß sie noch nicht, auch weil es ihr selbst nicht gut geht. Sie könne also verstehen, dass Menschen sich scheuen, das Risiko auf sich zu nehmen und wünscht mir viel Erfolg mit meinem Blog und ja, auch dieser Erlebnisbericht zeigt, dass es ungemein wichtig ist, nicht aufzugeben.

06-MaxBryan-Obdachlose-Hamburg-Smile-snapshot-1sl13-1sm12-959-1024xWas Manuela getan hat, war genau das Richtige, auch wenn sie schon so oft enttäuscht wurde.

Viele der Menschen, die auf der Straße leben, haben irgendein Problem, das sie an die Straße bindet. Sei es der Alkohol, die Drogen – was auch immer – die Macht der Gewohnheit betäubt ihre Sinne, sie sehen die Welt manchmal anders. Gerade deshalb ist es so wichtig den Kurs auch zu halten, nicht aufzugeben und weiterhin Chancen zu vergeben. Irgendwann fällt ein Engel vom Himmel, der allen Helfern dankt und auch ein Lächeln schenkt, mit einer Wiederkehr – in einer dann (vielleicht) besseren Welt.

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Max Bryan
17. Dezember 2014

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Und ein Mutmacher für alle Chancengeber … So kann es auch gehen … (Jan 2012 Bericht) –>
https://www.facebook.com/notes/max-bryan/mein-nauheim-tagebuch-teil-3-mein-zimmer-und-die-liebe/336586746359247

 

Nachruf toter Obdachloser – Termin 29. April

Andre Heinz M. vor einem Jahr. Hier in einem Interview vom Mai 2013. Ein Jahr später und er ist tot. Gestorben an den Folgen seiner Armut. (Foto: MaxBryan.com) Hallo Andre,

diese Zeilen sind für Dich und in der Hoffnung, dass Du da, wo Du jetzt bist, sie auch lesen kannst.

Wir hatten uns im Mai letzten Jahres getroffen, damals, als die Zelte brannten und Du wach wurdest, von dem Lärm gegenüber. Zwischen Dir und dem Ort dieser Zelte lag damals nur ein Fluß, nun liegt ein  ganzer Himmel dazwischen und ich weiß nicht was ich sagen soll, ich bin tief traurig, dass Du gehen musstest.

Möge Gott mir verzeihen, dass ich nicht mehr für Dich tun konnte.

Max Bryan
24. April 2014

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Liebe Freunde: Die Person auf dem Foto ist Andre Heinz M. und er ist tot. Gestorben am 20. Februar in einem Zelt an der Kennedybrücke. Er wurde 49 Jahre alt.

Zum Gedenken an ihn und an alle Opfer der Armut suche ich jemanden mit handwerklichen Fähigkeiten zur Herstellung eines Holzkreuzes, das wir dann gemeinsam am Grab des Verstorbenen anbringen.

Zeigt Euch solidarisch und helft mit, dem Obdachlosen einen würdigen Abschied zu bereiten. Obdachlose sterben viel zu früh und dieses reiche Hamburg hat nicht mal Geld für ein schlichtes Holzkreuz auf den Gräbern der Armen dieser Stadt.

Armes reiches Hamburg - Für Obdachlose gibt es nicht mal ein Holzkreuz ...

Armes reiches Hamburg – Kein Kreuz für Obdachlose

Laut Auskunft der Pressestelle der Hamburger Friedhöfe gibt es in Deutschland Städte, wo Obdachlose und Menschen ohne Angehörige ein Reihengrab mit Holzkreuz erhalten. In Hamburg ist das nicht so und ich finde, das muss sich ändern. Es kann nicht sein, dass Hamburg, als eine der reichsten Städte Europas keine hinreichend würdevolle Bestattung für Menschen ohne Angehörige vorsieht. Ein schlichtes Holzkreuz wäre das Mindeste, was die Stadt den Betroffenen zur Verfügung stellen sollte und auch könnte.  –>
https://www.facebook.com/notes/max-bryan/nachruf-toter-obdachloser-termin-29-april/775090999175484

Andre Heinz M. *8.10.1964 – †20.2.2014 und sein Grab würde leer bleiben, wenn wir uns nicht darum kümmern. Andre hat (Stand: 24.4.) keine Angehörigen, die für ihn sorgen und die Stadt tut nur das Nötigste (Einäscherung und Reihengrab). Bitte helft mit, dass obdachlose Menschen künftig würdevoller bestattet werden.

Einladung

Die Beisetzung findet am 29. April um 8.30 Uhr auf dem Friedhof Öjendorf statt. Freunde und Wegbegleiter sind herzlich eingeladen der Grablegung beizuwohnen. Ein Video von Andre gibt es hier –>

Begabte gesucht – Wer kann ein Holzkreuz basteln?