Ein Herz für Klaus – Ergebnis und Spendenstand

Im Juni gestartet - sind bis heute fast 2000 EUR zusammengekommen. Das Meiste via Paypal.

Was für ein Sommer! Temperaturen von bis zu 30 Grad bis weit in den September hinein, das gab es schon lange nicht mehr und klar wird es so schön nicht bleiben. Der nächste Winter kommt bestimmt und es ist Zeit zum vorbauen, zum einrichten, hinstellen und vorsorgen. Den ganzen Sommer über wurden Spenden gesammelt – fast 2000 EUR sind zusammengekommen und immer noch kann gespendet werden. Ziel: Ein eigener Wohncontainer für Klaus! Gleich noch mehr dazu …

Erst einmal RIESEN DANK an alle bisherigen Spender bei „Ein Herz für Klaus“, die seit Wochen und Monaten so engagiert mit dabei sind. Mehr als 60 Menschen haben gespendet, um Klaus (61) ein besseres Leben zu ermöglichen.

Aktion vom Juni hier –> https://www.facebook.com/notes/max-bryan/-hilfe-f%C3%BCr-klaus-/1248970531787526

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Im Juni gestartet – sind bis heute fast 2000 EUR zusammengekommen. Das Meiste via Paypal.

2000 EUR bei „Ein Herz für Klaus“

Großen Dank an Gerda, Angela, Miriam, Maximilian, Bernd, Elcin, Thomas 2x, Kristina, Jeannine, Michael 2x, Andreas, Gabriele, Svenja, Erica, Heinrich, Bosse, Markus, Freddy, Sigrid, Simone, Viktor, Sandra, Jona, Richard, Kristina, Amanda, Janine, Sabrina, Tim, Marlon, Bettina, Cornelia, Simone, Victoria, Franziska, Oliver, Piret H., Carina, Elke, Stephanie, Kerstin T., Kerstin C. unbd Jutta L. (via Paypal) sowie Daniela, Achim, Inka, Erika, Can G., Ellen V., Anna Lena, Andreas, Britta, Madlen, Olaf, Luise, Josie, Aynur und Birgit (direkt)ich danke Euch Allen von HerzenDanke für Euer großes Herz! Mit dem Geld können wir Klaus nun sogar unterbringen, zwei bis drei Monate mindestens – in einem der günstigen Hostels der Stadt – und solange das Geld reicht. Auch ein Container ist im Gespräch. Unser „Herz für Klaus“ schlägt weiter!

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Danke an alle Spender!

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Container-Konzept

Schon bald ist es wieder soweit. Das Hamburger Winternotprogramm öffnet seine Tore und bringt Menschen von der Straße – zumindest für die Nacht. Konzipiert als Erfrierungsschutz mit riesigen Container-Burgen – wie die an der Hamburger Münzstraße. Wir alle wissen, dass dies bei Weitem nicht ausreicht. Erst letztes Jahr war die tagsüber Schließung der Container im Hamburger Winternotprogramm ein großes Thema in den Medien – denn die Obdachlosen mussten raus – jeden Morgen – und konnten erst Abends wieder rein. Gerade älteren Obdachlosen fällt das ständige hin und her schwer. Auch Klaus (61) war und ist betroffen.

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Obdachloser Klaus: Hab ihn nicht vergessen …

Von dem bislang gesammelten Geld, können wir Klaus nicht nur finanziell unterstützen, sondern – und abhängig von weiteren Spenden – auch das Überwintern ermöglichen. Ein kleiner Wohncontainer – zum Beispiel – kostet nicht die Welt. Für etwas über 100 EUR im Monat lässt sich ein kleines Heim für Klaus schon anmieten – ein Wohncontainer – wie ihn das Winternotprogramm für gewöhnlich auch im Auftrag der Stadt bestellt – nur mit dem Unterschied, dass bei uns niemand raus muss. Niemand soll tagsüber gehen müssen – nur weil die Stadt das so will. Unsere Hilfe geschieht bedingungslos – wir sind freie Bürger in einem freien Land und wollen nicht zusehen, wie das Dilemma sich jedes Jahr aufs Neue fortsetzt. Wir alle können etwas dagegen tun und ich sage auch WIE!

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Bedingungsloses Winternotprogramm

Sie haben einen Garten? Ein eigenes Grundstück mit Strom- und Kanalanschluss? Wenn die Antwort auf diese Frage „Ja“ lautet, hat theoretisch Jeder mit entsprechend finanziellen Mitteln die Möglichkeit einen Hamburger Obdachlosen bei sich aufzunehmen. Wenn nicht im Haus – dann im Garten – in einem eigens dafür angemieteten Wohncontainer nebst Sanitärzelle und kostenloser Inneneinrichtung – denn Beides ist preiswerter als man denkt. Ein Einzelcontainer – der Marke „Standardzelle“ ist für schon 130 EUR zu haben und ein Sanitär-Container, mit Dusche, Waschbecken und Toilette für sogar schon unter 200 EUR zu bekommen. Rechnet man Strom und Nebenkosten mit hinzu, ist man mit gut 400 EUR dabei. Für dieses Geld lässt sich quasi ein Menschenleben retten! Für einen Monat – einen Winter – oder ein ganzes Leben – so lange man kann.

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„Rette ein Leben und du rettest die Welt“

So was Schönes steht im Talmud und es ist wahr. Wenn jeder Hamburger – der es sich leisten kann – nur einen einzigen Container in seinem Garten aufstellen würde und „Jeder“ dann „Tausende“ sind, würde es in Hamburg keine Obdachlosen mehr geben, weil jeder ein Fleckchen Erde für sich hätte, ein Ort, an dem er bleiben kann und sei es nur für einen Winter – im Idealfall auch länger.

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Obdachlose am Tag der Containervergabe in der Hamburger Bundesstrasse 101. (Foto: Archiv / Max Bryan)

Aktion geht weiter

Je mehr gespendet wird, desto größer wird die Chance Klaus auch über den Winter zu bringen und wir fangen klein an – auf dass Andere sich der Aktion anschließen und dem Beispiel folgen. Gemeinsam können wir viel erreichen und den Grundstein für ein bedingungsloses – ganztägiges Winternotprogramm legen. Jeder ist eingeladen sich daran zu beteiligen. Jeder für sich und in seinem Eck – das ist ein schöner Traum und wir machen ihn wahr!

Link zur Fortsetzung der Aktion: „Ein Herz für Klaus“ (Containerprojekt) –> https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=6G9V7AU27YGUA

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Link zum neuen Spendenformular

Wer Klaus und anderen Hamburger Obdachlosen helfen will, kann dies weiterhin tun. Per sofort sammeln wir Spenden auch für ein bedingungsloses Winternotprogramm, für Wohncontainer, die speziell denen zugänglich werden, die sonst keine Chance haben darin unterzukommen. Auch Stellplätze werden gesucht (bitte weitersagen!).

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Stellplatz gesucht

Wer Obdachlosen wie Klaus helfen möchte, kann dies auch mit der Bereitstellung eines Stellplatzes für Wohncontainer tun. Denn so verlockend dieses Angebot auch klingen mag, es steht und fällt mit einem geeigneten Stellplatz für die jeweiligen Container. Idealerweise mit Strom- und Kanalanschluss. Manchmal wird auch einfach nur ein Loch gegraben – um den Anschluß für das Abwasser zu erreichen, das alles ist möglich und wurde auch schon getan (selbst erlebt).

Wer weitere Orte kennt, wo Container noch stehen dürfen – möge sich bitte bei mir melden. Ich werde mich gerne darum kümmern und schauen was geht. Abhängig von der weiteren Entwicklung dieses Projekts ist auch eine Vereinsgründung im Gespräch. Wer mitgestalten möchte – gerne!

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Notwendigkeit

Zwar gibt es schon bestehende Container-Programme auch anderer Vereine, aber die sind teilweise so angelegt, dass 80% der Hamburger Obdachlosen nie eine Chance haben darin unterzukommen. Zugangsvoraussetzungen für vermeintlich „neuartige Container-Konzepte“ mit Sonderausstattung a´la „schöner Wohnen“ sind nämlich nach wie vor auf die Kooperation mit dem Sozialamt angewiesen und da hört die Hilfe dann meist auch auf. Wer keinen Leistungsanspruch hat, kommt gar nicht erst rein in die beliebten Container. Das ist ein Übel unserer Zeit, dass den Ärmsten der Armen nicht geholfen wird, nur weil sie keinen Anspruch auf Leistung haben und auch nicht jeder nutzt diese Leistung. Viele verschließen sich dem System, wollen mit Staat und Reglement nichts zu tun haben – schon vor Monaten hatte ich darüber berichtet.

https://www.facebook.com/notes/max-bryan/-sieben-leben-im-namen-der-liebe/1234378123246767

Menschen sterben

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Immer wieder kommt es zu Todesfällen auf Deutschlands Straßen – nicht ungewöhnlich für Menschen, die auch im Winter draußen schlafen und chancenlos sind, nur weil sie den falschen Pass haben. Wer obdachlos ist und aus EU-Gebieten nach Deutschland zureist, hat es oft sehr schwer eine Bleibe für Dauer zu finden. Denen bleibt meist nur das Angebot der Stadt und das schließt jeden Morgen aufs Neue seine Türen – die Leute müssen raus – egal wie anstrengend das auch ist. „Die Leute sollen in Bewegung bleiben und ihren Belangen nachgehen“, heißt es zur Begründung.

Quelle hier: –> https://www.facebook.com/notes/max-bryan/-sieben-leben-im-namen-der-liebe/1234378123246767

Ausnahmen bieten meist nur die Einzel-Container der Kirchengemeinden und die sind binnen weniger Stunden „vergriffen.“

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Zum Vergleich

Wer in einem der begehrten Einzel-oder Zweier-Container der „TAS“ (vermittelt durch das Diakonisches Werk in der Hamburger Bundesstrasse) unterkommen will, muss früh aufstehen. Jeden 1. November eines Jahres werden die Container dort vergeben. Meist so um die 80 – manchmal auch mehr – je nach Kooperation und Kapazität der Hamburger Kirchengemeinden – doch die sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und der Zugang geschieht auch nicht bedingungslos.

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Was Hamburg braucht, sind mehr Programme mit bedingungslosem Zugang zu Wohncontainern auch für JEDERMANN – egal welcher Herkunft oder Vergangenheit. Nicht Wenige haben Probleme mit Alkohol und das harte Reglement so mancher Programme schreckt viele Betroffene auch ab, das Angebot anzunehmen. Nicht Wenige bleiben lieber auf „Platte“, als sich den Bedingungen des Zugangs zu unterwerfen. Sie schlafen dann lieber draußen und erfrieren. Gerade alkoholisierte Menschen erkennen nicht rechtzeitig die Grenzen der eigenen Belastbarkeit und erfrieren dann unbemerkt im Schlaf. Gerade für diese Menschen muss mehr getan werden. Niemand darf abgewiesen oder ausgegrenzt werden, nur weil er nicht der Norm entspricht. Echte bedingungslose Hilfe ist immer noch zu selten und es ist an uns, sie zu schaffen.

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Beispiel Krankenmobil

In diesem Zusammenhang denke ich immer wieder an einen Bericht neulich im Fernsehen – von einem der Krankenmobile, also Ärzte die Obdachlosen helfen OHNE zu reglementieren. Da war eine Frau – Mitte 50 – sie sah ziemlich deutsch aus – und nannte sich „Lieschen Müller aus Afghanistan“ und der Name war nicht das Einzige, was an ihr nicht stimmte. Doch was tat der Arzt? Griff er sie an, weil sie offenbar nicht die Wahrheit über sich sagen wollte oder spendete er seine Hilfe ohne zu fragen? Letzteres war der Fall und schon das zeigt das große Herz dieser Dienste.

Frage nicht, was der Betreffende für ein Problem hat, frage, wie Du ihm helfen kannst und stelle keine Bedingungen für deine Hilfe – denn das ist wahre Nächstenliebe – das ist wahre Diakonie!

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Bedingungslose Hilfe

Für den Moment bleibt mir nur der Wunsch es besser zu machen. Wer Hamburger Obdachlosen helfen möchte, kann sich hieran beteiligen –> https://www.leetchi.com/c/hilfe-fuer-klaus Jeder Euro hilft!

Jetzt spenden!

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– St. Pauli – Reeperbahn 100 –

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„Wann, wenn nicht jetzt?“ und „Wer, wenn nicht wir?“ – hat mal ein berühmter Mann gesagt. Deshalb starten wir heute – mit nur diesem Traum und der Mut steht am Anfang eines jeden Handelns, das war nie anders!

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+++ Die Kosten im Überblick +++

Option 1: Hostel = 2550 EUR für die Unterbringung eines Obdachlosen von November bis April 2017 (5 Monate a 527 EUR/Monat bei 17 EUR/Nacht im günstigsten Hostel der Stadt).

Option 2: Container = 130 EUR/Monat für 1 Wohncontainer 6×2 Meter inkl. Mobilar (Tisch, Stuhl, Spint, Bett, Heizung usw. ist alles inklusive)

+ 190 EUR für 1 Sanitärzelle mit WC, Dusche und Waschbecken

+ 120 EUR für Strom, Wasser und sonstigen Verbrauch – kostenfreier Stellplatz + Versorgung via Tafel vorausgesetzt

________________

= 440 EUR Kosten pro Person und Monat

Dieser Preis gilt bei einer Mindestmietdauer von 6 Monaten (Bedingung des Lieferanten) und somit dann 440 EUR x 6 = 2640 EUR pro Person (November bis April eines Jahres) zzgl. der Einmalkosten für An- und Abtransport der beiden Container in Höhe von 390 EUR sowie Nebenkosten für Endreinigung und Durchsicht in Höhe von 170 EUR, macht zusammen = 3200 EUR insgesamt für einen Wohncontainern mit Sanitärzelle für 6 Monate von November 2016 bis April 2017.

Somit kostet die Unterbringung eines einzelnen Hamburger Obdachlosen in diesem privaten – durch Spenden finanzierten Winternotprgramm – mindestens 2550 EUR (Hostel) und maximal 3200 EUR zzgl. MwSt. 608 EUR = 3808 EUR (für 6 Monate insgesamt).

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Vorteil Container: Die zu leistenden Zahlungen wären als Mietkauf abwickelbar. Sollten die Spenden zusammen kommen, hätte auch Klaus die freie Wahl, ob er einen Container mieten, kaufen oder im Hostel unterkommen mag. Dank weiterer Spenden wäre Klaus dann irgendwann ganzjährig untergebracht und müsste nie wieder zurück auf die Straße. Durch Mietkauf wird der Container quasi sein Eigentum.

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Sammeln wir JETZT und GEMEINSAM für ein privates, bedingungsloses Winternotprogramm für Klaus und weitere Hamburger Obdachlose. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Menschen wie Klaus nicht länger im Freien schlafen müssen. Jeder, der im Stande ist zu helfen, kann dies tun und sich hieran beteiligen oder selbst auch eine Aktion starten, um einen Obdachlosen im eigenen Eck über den Winter zu helfen.

Hier gehts zur neuen Spendenseite –> https://www.leetchi.com/c/hilfe-fuer-klaus

Ziel: Ein eigener Wohncontainer für Klaus!

Danke an Alle, die sich daran beteiligen!

Danke Freunde!

Herzlichst,

Max Bryan

– 3.10.2016 –

www.maxbryan.de

Spenden via Paypal hier: –>

https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=6G9V7AU27YGUA

Vertreibung von Obdachlosen am Nobistor – Hilfe für Klaus

Obdachloser Klaus Walter (61) kennt sich aus mit Vertreibung (Foto: Max Bryan)

Obdachloser Klaus Walter (61) kennt sich aus mit Vertreibung (Foto: Max Bryan)

Gestern wurden am Nobistor in Hamburg die Unterkünfte der dort lebenden Obdachlosen geräumt. Mit einem Großaufgebot der Polizei gab das Ordnungsamt zu verstehen, dass dort kein Platz fürs Zelten sei und vertrieb die dort lebenden Mittellosen von ihren Schlafplätzen.

Bericht hier –> https://www.hinzundkunzt.de/polizeieinsatz-gegen-o…

Auch Klaus wurde oft schon vertrieben. Klaus (61) ist obdachlos und ernährt sich fast ausschließlich von dem, was Andere wegwerfen. Das hat ihn oft schon sehr krank gemacht. Mit etwas Unterstützung könnte er auch mal was Gesünderes essen und für ein paar Tage ins Hostel, um mal richtig durchzuschlafen.

Hier weiterlesen: –> http://www.myheimat.de/hamburg/politik/vertreibung-von-obdachlosen-am-nobistor-hilfe-fuer-klaus-d2761986.html

Die Obdachlosen "aus dem Gesichtskreis der Zielgruppe herausnehmen”, das will der Hamburger Hauptbahnhof, denn es sei "nicht schick", wenn ein Obdachloser sein Essen aus dem Müll bezieht. (Foto: Max Bryan)

Die Obdachlosen „aus dem Gesichtskreis der Zielgruppe herausnehmen”, das will der Hamburger Hauptbahnhof, denn es sei „nicht schick“, wenn ein Obdachloser sein Essen aus dem Müll bezieht. (Foto: Max Bryan)

 

Klaus beim Reste trinken. Was andere stehen lassen, findet bei ihm noch Verwendung (Foto: Max Bryan)

Klaus beim Reste trinken. (Foto: Max Bryan)

Jetzt mitmachen und helfen: –> https://www.facebook.com/notes/max-bryan/-hilfe-f%C3%BCr-klaus-/1248970531787526

\\\ LIEBE beginnt mit einem Zuhause ///

"Love will never perish" - Mai 2016 -

„Love will never perish“ – Mai 2016 –

Vor fünf Jahren radelte ich quer durch Deutschland, um eine Wohnung zu finden. Auch in Minden machte ich Station. Anlässlich meines 5-jährigen Blog-Jubiläums reise ich zusammen mit meinen Freunden zurück in die Vergangenheit, um auch meinen neuen Lesern das Thema Obdachlosigkeit näher zu bringen. Gezeigt werden bislang unveröffentlichte Bilder meiner Reise von damals mit neuen Texten und neuen Materialien.

Hier weiterlesen: –> http://www.myheimat.de/hamburg/politik/-liebe-beginnt-mit-einem-zuhause-d2757383.html

50.000 Stimmen für die Ärmsten der Stadt – Ergebnis der Petition

Wohncontainer auf dem Kirchengelände der Gemeinde St. Peter im Hamburger Stadtteil Großborstel (Foto: Max Bryan)

Wohncontainer auf dem Kirchengelände der Gemeinde St. Peter im Hamburger Stadtteil Großborstel (Foto: Max Bryan)

Jedes Jahr im Frühling bauen auch die Hamburger Kirchengemeinden ihre im November aufgestellten Container wieder ab. Sie boten den Obdachlosen der Stadt einen Erfrierungsschutz – ein limitiertes Angebot um den Winter zu überstehen. Ist der Winter vorbei, endet auch die Unterbringung in eben diesen Wohncontainern, die für viele auch ein Sprungbrett sind.

Hier weiterlesen: –> http://www.hamburger-wochenblatt.de/st-georg/lokales/50000-stimmen-fuer-die-aermsten-der-stadt-ergebnis-der-petition-d31720.html

\\\ Chancen und Chancengeber /// 400 neue Bilder

"Road to help" (Foto: Max Bryan)

„Road to help“ (Foto: Max Bryan)

Hallo Freunde, mein Beitrag vom Januar diesen Jahres („Chronik 2010 – 2015“) wurde noch einmal umfassend ergänzt. Viele neue – und zum Teil auch bislang unveröffentlichte Bilder sind hinzugekommen und zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, Obdachlosen eine Chance zu geben.

Hier weiterlesen –> http://www.facebook.com/notes/max-bryan/-liebe-siegt-chancen-chancengeber/1194583417226238

\\\ LIEBE SIEGT /// 5 Jahre Blog Max Bryan

- Für die Hoffnung auch der Anderen -

– Für die Hoffnung auch der Anderen –

Als ich im Herbst 2010 mit dem Bloggen begann, kannte ich Facebook nur vom Hören-Sagen und das Schreiben in sozialen Netzwerken war mir eher fremd. Ich hatte auch überhaupt keine Ahnung, was es bewirken würde. Ich wollte einfach nur mal meine Sicht der Dinge schildern – zum Thema Obdachlosigkeit und dem Leben auf der Straße – auf das die Menschen mehr noch aufeinander zugehen. Ziel war es, Hemmschwellen und Vorurteile gegenüber Obdachlosen abzubauen und das war nicht immer leicht. Anfangs gab es kaum Interesse für das Thema.

Hier weiterlesen: –> http://www.myheimat.de/hamburg/politik/-liebe-siegt-5-jahre-blog-max-bryan-d2743138.html

Love – Peace – Freedom | Gedenkmarsch 27.2.

Foto: Max Bryan Diary

Foto: Max Bryan Diary

„Der Lärm um uns herum, betäubt unsere Ohren. Doch die menschliche Stimme unterscheidet sich von anderen Geräuschen. Sie vermag Lärm zu übertönen, das alles unter sich begräbt. Selbst, wenn sie nicht schreit, selbst wenn sie nur ein Flüstern ist – selbst eine flüsternde Stimme kann ganze Armeen übertönen – wenn sie die Wahrheit spricht.“ (Hamburg, St. Petri Kirche).

Hier weiterlesen: –> http://www.hamburger-wochenblatt.de/st-georg/menschen/love-peace-freedom-gedenkmarsch-272-d30184.html

Welcome 2016 – Was uns verbindet …

Happy New Year - 2016 (Foto: Max Bryan)

Happy New Year – 2016 (Foto: Max Bryan)

Liebe Freunde, liebe Leser, ich wünsche Allen hier ein friedvolles und gesundes neues Jahr und bedanke mich für die rege Teilnahme am Max Bryan-Bilderrätsel vom 30. und 31. Dezember.

Aktuelle News dazu hier –>
https://web.facebook.com/notes/max-bryan/welcome-2…

Weitere Antworten, Deutungen und Vorschläge zur Lösung des Rätsels bitte direkt in die Kommentare dort dann unterhalb des Beitrags.

– Ich danke allen Teilnehmern –

Finale Auflösung am Sonntag, den 3. Januar 2016.

Ich freu mich!

Gedenktag Heinke von Löw †

Ein Lichtlein für Heinke von Löw† ... (Gedenktag)

Ein Lichtlein für Heinke von Löw† … (Gedenktag)

Weihnachten vor einem Jahr (25.12.2014) starb die Öko-Pionierin Heinke von Löw†. Sie wurde 93 Jahre alt und war nicht nur eine leidenschaftliche Öko-Gärtnerin, sie war im Besonderen auch eine vorbildliche Chancengeberin, mit stets einem offenen Ohr auch für die Schwächeren der Gesellschaft. Ihre Nächstenliebe war und ist beispielhaft.

Hier weiterlesen: –> http://www.myheimat.de/hamburg/freizeit/gedenktag-heinke-von-loew-d2731023.html

Weihnachten nicht allein sein …

Nicht jeder hat ein schönes Weihnachten. Doch auch für alle, die einsam sind, gibt es eine Lösung ...

Nicht jeder hat ein schönes Weihnachten. Doch auch für alle, die einsam sind, gibt es eine Lösung …

Ich wünsche allen Freunden und Lesern dieses Blogs ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Video –> https://www.youtube.com/watch?v=cVws3gQQFgs

Und wer Heiligabend nicht allein sein will, die Hamburger St. Petri Kirche veranstaltet wie jedes Jahr ein Weihnachtsessen für Bedürftige und einsame Menschen. Mit Tannenbaum und Weihnachtsbraten, Bescherung und familiären Zusammensein.

TERMIN HEUTE: Heiligabend – 18:30 Uhr – KOSTENFREIES FESTESSEN FÜR MENSCHEN, DIE IN GEMEINSCHAFT FEIERN MÖCHTEN – Ort: Kirche St. Petri
http://www.sankt-petri.de/hamburg/veranstaltungen/…

Frohe Weihnachten!

Max Bryan
24.12.2015

Happy End für Heinrich?

Aushang des Obdachlosen Heinrich an der Pinnwand eines Hamburger Supermarktes. Dank einer privaten Gruppeninitiative fand der Obdachlose nun auch zu seiner Familie zurück, die ihn seit Jahren schon vermisst. (Foto: Facebook / Nettwerk Hamburg)

Aushang des Obdachlosen Heinrich an der Pinnwand eines Hamburger Supermarktes. Dank einer privaten Gruppeninitiative fand der Obdachlose nun auch zu seiner Familie zurück, die ihn seit Jahren schon vermisst. (Foto: Facebook / Nettwerk Hamburg)

Ergreifende Geschichte: Obdachloser lebt auf der Straße und macht einen Aushang im Supermarkt. Eine Frau entdeckt den Zettel und stellt ihn online. Danach ging alles ganz schnell. Tausende von Menschen wollen ihm helfen und auch die Medien berichten. Der Obdachlose findet wieder zurück zu seiner Familie, die ihn seit Jahren vermisst. Ein Weihnachtsmärchen?

Hier weiterlesen: –> http://www.hamburger-wochenblatt.de/st-georg/lokales/happy-end-fuer-heinrich-d28913.html

Alles wird neu …

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„Siehe, ich will ein Neues schaffen!“ (steht auf der Kerze links im Bild) –>

https://web.facebook.com/notes/max-bryan/alles-wird-neu-/1122786767739237

Alle News vorab hier –> www.maxbryan.de

 

Verstorbene ohne Angehörige

Wer Verstorbene vermisst - auf dem Öjendorfer Friedhof - Feld 317 - gibt es Gedenktafeln mit Namen von Verstorbenen, die ohne Angehörige bestattet wurden. Die Liste der Namen reicht zurück bis 2013.

Wer Verstorbene vermisst – auf dem Öjendorfer Friedhof – Feld 317 – gibt es Gedenktafeln mit Namen von Verstorbenen, die ohne Angehörige bestattet wurden. Die Liste der Namen reicht zurück bis 2013.

Als ich im Frühjahr des vergangenen Jahres den Obdachlosen Andre Heinz Martinßen (†49) zu Grabe trug, zeigten die Gräber der Verstorbenen ohne Angehörige auf dem Öjendorfer Friedhof noch keine Namen. Überall dort steckten nur diese kleinen gelben Sichtreiter in der Erde, mit nur einer Nummer darauf und ich fragte mich, wie das denn sein könne? „Im Tod nur eine Nummer“?

Hier weiterlesen: –> http://www.hamburger-wochenblatt.de/st-georg/lokales/verstorbene-ohne-angehoerige-d28678.html

 

Feld 317

Neue Gedenksteine auf dem Öjendorfer Friedhof erinnern an einsam Verstorbene, die niemanden mehr haben (Foto: Max Bryan)

Neue Gedenksteine auf dem Öjendorfer Friedhof erinnern an einsam Verstorbene, die niemanden mehr haben (Foto: Max Bryan)

Wer Verstorbene vermisst – auf dem Öjendorfer Friedhof – Feld 317 – gibt es Gedenktafeln mit Namen von Verstorbenen, die ohne Angehörige bestattet wurden. Die Liste der Namen reicht zurück bis 2013. Hier ein Bericht: http://www.myheimat.de/hamburg/ratgeber/feld-317-d2728918.html

 

Ihr seid nicht vergessen! Gedenken an verstorbene Obdachlose

Einsam verstorbene werden künftig nicht mehr so leicht vergessen sein. Neue Gedenksteine auf dem Öjendorder Friedhof erinnern an Verstorbene ohne Angehörige. (Foto: Max Bryan)

Einsam verstorbene werden künftig nicht mehr so leicht vergessen sein. Neue Gedenksteine auf dem Öjendorder Friedhof erinnern an Verstorbene ohne Angehörige. (Foto: Max Bryan)

Hamburg. Der Obdachlose Andre Heinz Martinßen starb im Februar vergangenen Jahres in einem Zelt unter der Hamburger Kennedybrücke. Weil er keine Angehörigen hatte, wurde der 49-Jährige von Amts wegen auf dem Öjendorfer Friedhof bestattet – in einem Reihengrab – ohne Name – ohne Datum. Nun – und 18 Monate später – gibt es eine Gedenkstätte – nicht für Andy, aber für alle, die einsam sterben und niemanden mehr haben, der sich um ihr Grab kümmert.

– Nachbericht –

„Menschen ohne Angehörige, die in Hamburg sterben, werden künftig nicht mehr so leicht dem Vergessen anheimfallen“, schrieb die dpa am 20. November anlässlich der Einweihung des neuen Grabfeldes für Verstorbene ohne Angehörige auf dem Öjendorfer Friedhof.

https://archive.is/20151119175925/http://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/billstedt/article206694487/Gedenksteine-erinnern-an-gestorbene-Obdachlose-in-Hamburg.html

https://www.hinzundkunzt.de/gedenken-obdachlose/

http://www.bing.com/search?q=%22hamburg+bestattet+nicht+mehr+namenlos%22&qs=n&form=QBLH&pq=%22hamburg+bestattet+nicht+mehr+namenlos%22&sc=0-0&sp=-1

Unter der Leitung der Parlamentspräsidentin Carola Veit (SPD) sowie der Grünen-Politikerin Katharina Fegebank formierte sich 2012 eine Arbeitsgruppe zur Umgestaltung der Gräber für Verstorbene ohne Angehörige. Dies ist – in Teilen – auch gelungen. Demnach werden Verstorbene ohne Angehörige, die ohne Begleitung von Freunden und Bekannten im Feld 317 des Öjendorfer Friedhofs beigesetzt werden, künftig auch namentlich erfasst. Auf hellen, hausförmigen Steinen, mit jeweils einer Gedenktafel darauf, sind die Namen der auf den angrenzenden Rasenflächen beigesetzten Toten zu lesen.

«Es wird immer wichtiger, allen Verstorbenen ein würdiges Andenken bewahren zu können, gerade in Zeiten, wo immer mehr Menschen einsam sterben», sagte Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) während ihrer Eröffnungsrede und Pastorin Sabine Erler fügt hinzu: „“In unserem Umgang mit Tod und Bestattung entscheidet sich das Leben“.

Schon seit Jahren ist die Stadt bemüht, die Gräber der Verstorbenen ohne Angehörige „aufzuwerten“. Schon 2007 entstand eine neue Gedenkstätte aus zehn Findlingen, eingebettet in die Grabfelder 318 und 319 des Öjendorfer Friedhofs. Die Steine sind mit „Vater“, „Mutter“, „Tochter“ „Sohn“, „Freund“ oder „Freundin“ beschriftet.

Das aktuelle Projekt sieht nunmehr vor auch die Namen der Verstorbenen im Einzelnen sichtbar zu machen. Diese Gedenksteine sind deutschlandweit „einzigartig“, erklärte Unternehmenssprecher Lutz Rehkopf im Interview nach Ende der Veranstaltung.

Einziger Wermutstropfen: Die Neuregelung gilt vorerst nur für Bestattungen im Grabfeld 317. Verstorbene ohne Angehörige, die anderen Orts und fern der neuen Gedenkstätte bestattet werden, erhalten nach wie vor nur eine Nummer mit aufs Grab.

Mehr dazu morgen – im ausführlichen Bericht.

Fotos: Max Bryan & Raphael Merkle

"Hamburg bestattet nicht mehr namenlos" - titeteln Medien Ende November bundesweit. Das Hamburger Projekt ist einzigartig und auch vorbildhaft für andere Städte in Deutschland.

„Hamburg bestattet nicht mehr namenlos“ – titeteln Medien Ende November bundesweit. Das Hamburger Projekt ist einzigartig und auch vorbildhaft für andere Städte in Deutschland.

Obdachlos zu Lebzeiten, namenlos im Tode - In Hamburg ist es damit vorbei. Auch wer arm und einsam stirbt, wird beim Namen genannt. (Foto: Max Bryan)

Obdachlos zu Lebzeiten, namenlos im Tode – In Hamburg ist es damit vorbei. Auch wer arm und einsam stirbt, wird beim Namen genannt. (Foto: Max Bryan)

Friedhofsleitung, Bürgerschaft und Gäste ...

Friedhofsleitung, Bürgerschaft und Gäste …

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Auftakt zur Einweihungsveranstaltung. Trompeter Gero Weiland spielt "Ave Maria".

Auftakt zur Einweihungsveranstaltung. Trompeter Gero Weiland spielt „Ave Maria“.

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Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) sprach das Grußwort zum Thema "Erinnerung sichtbar machen" (Foto: Max Bryan)

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) sprach das Grußwort zum Thema „Erinnerung sichtbar machen“ (Foto: Max Bryan)

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Anschließend gab es eine Andacht mit Sabine Erler, Pastorin für Trauerkultur in der Propstei Wandsbek-Billetal, begleitet von Trompeter Gero Weiland.

Anschließend gab es eine Andacht mit Sabine Erler, Pastorin für Trauerkultur in der Propstei Wandsbek-Billetal, begleitet von Trompeter Gero Weiland.

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Und auch ich war eingeladen eine Rede zu halten :-)

Und auch ich war eingeladen eine Rede zu halten🙂

"Max Bryan, Blogger und Bürgerreporter, erinnert an seinen obdachlosen Freund Andre Heinz Martinßen", hieß es in der Pressemitteilung der Hamburger Friedhöfe AöR zum 19. November. (Foto: Raphael Merkle)

„Max Bryan, Blogger und Bürgerreporter, erinnert an seinen obdachlosen Freund Andre Heinz Martinßen“, hieß es in der Pressemitteilung der Hamburger Friedhöfe AöR zum 19. November. (Foto: Raphael Merkle)

Anlass war die Umgestaltung der Anlage für Bestattungen von Amts wegen für Beisetzungen von Verstorbenen ohne Angehörige auf dem Öjendorfer Friedhof. (Foto: Raphael Merkle)

Anlass war die Umgestaltung der Anlage für Bestattungen von Amts wegen für Beisetzungen von Verstorbenen ohne Angehörige auf dem Öjendorfer Friedhof. (Foto: Raphael Merkle)

Was passiert mit Menschen, die sterben und niemanden mehr haben, der sich um ihr Grab kümmert? Wo und wie werden Menschen bestattet, die kein Geld haben für ein reguläres Grab? Antworten hier ...

Was passiert mit Menschen, die sterben und niemanden mehr haben, der sich um ihr Grab kümmert? Wo und wie werden Menschen bestattet, die kein Geld haben für ein reguläres Grab? Antworten hier …

Wenn Menschen in Hamburg ohne Angehörige versterben, kümmert sich die Stadt Hamburg um ihre Beisetzung auf dem Öjendorfer Friedhof. Sie kommt bei mittellosen Verstorbenen auch für die Kosten auf.

Wenn Menschen in Hamburg ohne Angehörige versterben, kümmert sich die Stadt Hamburg um ihre Beisetzung auf dem Öjendorfer Friedhof. Sie kommt bei mittellosen Verstorbenen auch für die Kosten auf.

"Ich Danke Herrn Rehkopf - für seine Tapferkeit im Umgang mit meinen nicht immer unkritischen Fragen ..." (Rede vom 19. November ... Abschrift demnächst ...)

„Ich Danke Herrn Rehkopf – für seine Tapferkeit im Umgang mit meinen nicht immer unkritischen Fragen …“ (Rede vom 19. November … Abschrift demnächst …)

Gab sogar Applaus ...

Gab sogar Applaus …

Anschließend gab es die Möglichkeit, eine Blume an einem Grabstein niederzulegen.

Anschließend gab es die Möglichkeit, eine Blume an einem Grabstein niederzulegen.

Im Oktober 2012 bildete sich ein Gesprächskreis, unter anderem mit Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und der damaligen Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Arbeit und Integration, Katharina Fegebank, der gemeinsam die Idee entwickelte, das Grabfeld künftig anders zu gestalten. Es sollten, anders als zuvor, die Namen derjenigen Menschen lesbar gemacht werden, die ohne Angehörige verstorben sind und von Amts wegen beigesetzt werden.

Im Oktober 2012 bildete sich ein Gesprächskreis, unter anderem mit Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und der damaligen Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Arbeit und Integration, Katharina Fegebank, der gemeinsam die Idee entwickelte, das Grabfeld künftig anders zu gestalten. Es sollten, anders als zuvor, die Namen derjenigen Menschen lesbar gemacht werden, die ohne Angehörige verstorben sind und von Amts wegen beigesetzt werden.

Lutz Rehkopf - Sprecher der Hamburger Friedhöfe AöR auf dem Weg zur Einweihung der neuen Gedenkstätte.

Lutz Rehkopf – Sprecher der Hamburger Friedhöfe AöR auf dem Weg zur Einweihung der neuen Gedenkstätte.

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Es regnet ...

Es regnet …

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"Bitte folgen Sie mir" ...

„Bitte folgen Sie mir“ …

Heute sind auf den Gedenksteinen die Namen der Verstorbenen mit Lebensdaten zu lesen. Zusätzlich wurde das Grabfeld durch Wege, zentrale Grabbeete und Gedenksteine gestalterisch aufgewertet.

Heute sind auf den Gedenksteinen die Namen der Verstorbenen mit Lebensdaten zu lesen. Zusätzlich wurde das Grabfeld durch Wege, zentrale Grabbeete und Gedenksteine gestalterisch aufgewertet.

Hamburger Wetter :-)

Hamburger Wetter🙂

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Darf ich um ein Interview bitten?

Darf ich um ein Interview bitten?

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War sehr nett die Frau Veit ...

War sehr nett die Frau Veit …

Carola Veit (SPD) im Max Bryan-Interview am 19.11.2015. Danke ans Lokalfernsehen ...

Carola Veit (SPD) im Max Bryan-Interview am 19.11.2015. Danke ans Lokalfernsehen …

«Es wird immer wichtiger, allen Verstorbenen ein würdiges Andenken bewahren zu können, gerade in Zeiten, wo immer mehr Menschen einsam sterben» (Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD)

«Es wird immer wichtiger, allen Verstorbenen ein würdiges Andenken bewahren zu können, gerade in Zeiten, wo immer mehr Menschen einsam sterben» (Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD)

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Unternehmenssprecher Lutz Rehkopf im Interview am 19.11. Uns zwei verbindet eine ganz besondere Geschichte ...

Unternehmenssprecher Lutz Rehkopf im Interview am 19.11. Uns zwei verbindet eine ganz besondere Geschichte …

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Und Respekt für den Mut sich auch den kritischen Fragen zu stellen ...

Und Respekt für den Mut sich auch den kritischen Fragen zu stellen …

Das komplette Interview demnächst ... bei www.Max-Bryan.com

Das komplette Interview demnächst … bei http://www.Max-Bryan.com

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Und die gute Nachricht ist: Lutz Rehkopf ist sehr bemüht und will sich auch noch für die anderen Gräber mit einsetzen. (Fortsetzung folgt ...)

Und die gute Nachricht ist: Lutz Rehkopf ist sehr bemüht und will sich auch noch für die anderen Gräber mit einsetzen. (Fortsetzung folgt …)

Und die gute Nachricht ist: Lutz Rehkopf ist sehr bemüht und will sich auch noch für die anderen Gräber mit einsetzen. (Fortsetzung folgt ...)

Und die gute Nachricht ist: Lutz Rehkopf ist sehr bemüht und will sich auch noch für die anderen Gräber mit einsetzen. (Fortsetzung folgt …)

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dpa-Interview vom 19.11.

dpa-Interview vom 19.11.

Hab die GANZE Geschichte erzählt ... (Einzelheiten demnächst ...)

Hab die GANZE Geschichte erzählt … (Einzelheiten demnächst …)

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Auch anderen Orts wurde dieser Tage der einsam Verstorbenen gedacht. So trafen sich zahlreiche Hinz & Künztler am Totensonntag unterm gemeinsamen Gedenkbaum für alle verstorbene Verkäufer der Straßenzeitung "Hinz & Kunzt".

Auch anderen Orts wurde dieser Tage der einsam Verstorbenen gedacht. So trafen sich zahlreiche Hinz & Künztler am Totensonntag unterm gemeinsamen Gedenkbaum für alle verstorbene Verkäufer der Straßenzeitung „Hinz & Kunzt“.

Ich bin happy, die neuen Gedenksteine ist sehr schön. Aber sie sind nur eine Etappe auf dem Weg zur Vollendung. Mehr dazu im ausführlichen Bericht noch diese Woche ...

Ich bin happy, die neuen Gedenksteine ist sehr schön. Aber sie sind nur eine Etappe auf dem Weg zur Vollendung. Mehr dazu im ausführlichen Bericht noch diese Woche …

Gedenkplaketten aus Messing am Gedenkbaum von Hinz und Kunzt ... Vorbericht hier: https://maxbryan.wordpress.com/2015/11/17/namen-auf-graebern-termin-19-11/

Gedenkplaketten aus Messing am Gedenkbaum von Hinz und Kunzt … Vorbericht hier:
https://maxbryan.wordpress.com/2015/11/17/namen-auf-graebern-termin-19-11/

Namenlose Gräber – Termin Hamburg

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18 Monate ist es her, dass ich mit einem Kreuz auf den Schultern vom Hamburger Hauptbahnhof zum Öjendorfer Friedhof fuhr, um am Grab des Obdachlosen Andre Heinz Martinßen ein Grabkreuz aufzustellen. Wochen zuvor war der damals 49-Jährige in einem Zelt unter der Hamburger Kennedybrücke an einer Lungenentzündung gestorben. Medien hatten darüber berichtet. Am 29. April 2014 wurde Andre Heinz Martinßen auf dem Öjendorfer Friedhof in einem Reihengrab bestattet. Kein Name – kein Datum.

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Rückblick:

Öjendorfer Friedhof – Feld 205, Grabnummer 205-03-156. Als ich im Frühjahr des vergangenen Jahres den Obdachlosen Andre Heinz Martinßen zu Grabe trug, hatten die Gräber der Verstorbenen ohne Angehörige noch keine Namen. Überall steckten nur diese kleinen gelben Sichtreiter in der Erde, mit nur einer Nummer darauf und ich fragte mich, wie das denn sein könne? „Im Tod nur eine Nummer“?

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Wie sollen Freunde und Bekannte am Grab denn trauern, wenn nur diese Nummer in der Erde steckt? Gibt es nichts, woran man die Trauer auch fest machen kann? Kein Datum, kein Hinweis? Nicht mal ein Name?

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Was passiert mit Menschen, die sterben und niemanden mehr haben, der sich um ihr Grab kümmert? Wo und wie werden Menschen bestattet, die kein Geld haben für ein reguläres Grab?

Diesen und anderen Fragen bin ich nachgegangen, mit zum Teil erschreckendem Ergebnis.

(Ausführlicher Bericht ab 23.11.)

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Anfänge hier: https://www.facebook.com/notes/max-bryan/nachruf-toter-obdachloser/775090999175484

So fand ich unter anderem heraus, dass das Hamburger Bestattungsgesetz standardmäßig keine weiteren Leistungen vorsieht. Kein Kreuz, kein Stein, kein Name, nur eine Nummer, die Verstorbene ohne Angehörige damals mit auf ihr Grab bekamen und jahrelang wurden mittellose Menschen so bestattet. Darunter auch Andre Heinz Martinßen, auch er war obdachlos und wurde nur 49 Jahre alt. Am 29. April des vergangenen Jahres wurde er bestattet, in einem Reihengrab – ohne Name – ohne Datum – fast anonym – tut die Stadt denn gar nichts?

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Nachfrage bei der Hamburger Friedhöfe AöR und „Nein“, mehr sei nicht vorgesehen, wenn der Verstorbene keine Angehörigen mehr hat, dann sei dies das „Standardverfahren“, das heißt, der Verstorbene wird in einem Reihengrab auf dem Öjendorfer Friedhof beigesetzt und Grabkreuze seien „hierfür nicht vorgesehen“, teilte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage hin mit (April 2014).

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Mein Aushang vom April 2014.

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Der Zettel hing nicht lang🙂

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Zu Gast bei Marcel & „Masse“ im Keller des Hinz & Kunzt Gebäudes.

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Freiwillige Helfer von Hinz & Kunzt bauten dem „Andy“ ein Grabkreuz. Aufnahme vom April 2014.

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Erstmals zu sehen hier im Blog: Wie alles begann … im Mai 2014!

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Marcel – der Hausmeister.

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Marcel (40) ist fest angestellt bei Hinz & Kunzt und total stolz darauf dort sein zu dürfen. „Es ist anstrengend und man hat am Ende des Tages echt so ´ne Birne, aber ich möchte das hier nicht mehr missen“, sagt der junge Mann, der hier als Hausmeister arbeitet und über Hinz und Kunzt auch eine Wohnung bekam.

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Ob er ein „Goodguy“ ist – „ein guter Junge“ – so wie es auf seinem T-Shirt steht – frage ich Marcel (40) – und der Mann mit dem Pinsel in der Hand wird nachdenklich.

Nach einer schwierigen Vergangenheit in Heim und Wohngemeinschaften fand Marcel im Leben auf der Straße einen „Fluchtpunkt“, „da konnte ich dem Stress entfliehen“, erzählt der Hinz & Künztler rückblickend. „Irgendwann dann hatte ich die Nase voll“ und heuerte hier bei Hinz & Kunzt an, dem Herausgeber der gleichnamigen Obdachlosen-Zeitung, die überall in der Stadt von Obdachlosen verkauft wird und Marcel nutzte seine Chance. „Ich will daran festhalten, an der Wohnung, an dem Job – ich bin so froh, dass ich diese Chance bekommen habe“, sagt Marcel im Interview und hat genau im Blick, was jetzt noch zu tun ist.

„Nur noch ein bisschen Lasur muss drauf“ und natürlich das Namensschild nicht vergessen, merke ich an und schon muss ich auch weiter – der nächste Termin wartet.

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Auch „Masse“ (31) hat´s nicht leicht im Leben.

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Früher selbst mal „Platte“ gemacht, kennt er die Probleme, wenn man irgendwann den Anschluß zur Realität verliert. „Irgendwann lebst du in deiner eigenen Welt“, erzählt er und berichtet, wie er am Boden zerstört war, wie er lustlos durch Hamburg irrte, nichts habe ihn mehr interessiert, weder seine Ex, noch sein Kind, er habe sich „einfach gehen lassen“, bis Marcel dann kam, der Hausmeister hier bei Hinz und Kunzt, der habe ihm geholfen „ohne zu regeln“, sagt der 31-Jährige und genau das sei auch wichtig. Die bloße Anwesenheit – ohne zu reglementieren – helfe schon dabei „neue Wege zu gehen“.

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„Masse“, einer der fleißigen Helfer, die das Grabkreuz für Andy ermöglicht haben.

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Problem: Öjendorf liegt nicht gerade um die Ecke und keine Ahnung, warum Friedhöfe immer am Stadtrand gebaut werden. Ohne Auto und mit der Bahn fährt man gut 40 Minuten. Infos hier:
http://www.friedhof-hamburg.de/oejendorf/kurz-info-fuer-besucher/

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Fragende Blicke in der U-Bahn.

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Mein Videotagebuch läuft seit ´97 und machte auch hier keine Ausnahme. Alles ist live, alles ist echt und ich bin ein Fan der Echtzeit.

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Nichts ist spannender als das wahre Leben und nichts ist echter als die Wahrheit.

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Detlef – auch „Wolle“ genannt, weil er aussieht wie „Wolle Petry“, zumindest sagen das seine Kumpels. Andy war einer von ihnen. Nun ist der tot.

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„Wenn ich mal sterbe, kommst Du dann zu meiner Beerdigung?“ – hatte Detlef seinen Kumpel zu Lebzeiten noch gefragt und nun es ist genau umgekehrt. Menschen, die auf der Straße leben, werden nicht alt. 45 Jahre beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung eines Obdachlosen in Deutschland und anderswo.

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Und es wird düster. Hinter vorgehaltener Hand erzählt Detlef mir, dass Andy aus einem der Container des Winternotprogramms geflogen sei, angeblich weil er zu viele Flaschen gesammelt hat. Doch das sollte kein Grund sein, die Menschen vor die Tür zu setzen. Selbst in einer Stadt wie Hamburg – mit mehr als 130 Sozialstationen – ist ein bedingungsloses Winternotprogramm leider immer noch reinste Utopie!

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Jesus-Statue auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Der Ort hat was echt Friedliches.

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„Der Reder Friedrich Wenke wollte ursprünglich gleich drei Figuren aufstellen – Jesus, Moses und Martin Luther – aber eine tut´s irgendwie auch.

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Überhaupt sind die Anlagen sehr gepflegt und stellenweise uralt. Eine der Grabplatten stammt von 1899 und erinnert an Vincent Plagius – dem Gründer des akademischen Gymnasiums.

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Auch Alfred Lichtwark – der Gründer der Hamburger Kunsthalle -wurde in den 60-er Jahren nach Ohlsdorf umgebettet und natürlich sind wir immer noch in Öjendorf, bei den Reihengräbern ohne Namen.

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Wir nähern uns dem Grab von Andy. Vor 7 Tagen wurde er hier beerdigt und Detlef konnte nicht dabei sein. Runtergebrannt bis auf 20 Cent, mehr hatte er nicht mehr. Zu wenig für eine Fahrkarte und das Schlimmste daran, ich konnte ihm nicht helfen, war selbst am Limit. Für manche Dinge gebe ich auch mein letztes Hemd.

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Detlef (56) muss Pause machen. Er hat ein böses Bein.

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„Ein paar Jahre noch und ich komm auch hier her“, erzählt er mit leerem Blick nach vorn und ob ich ihm dann auch so ein Kreuz baue, will er wissen. 17 Jahre hat Detlef als Fernfahrer gearbeitet, sein Rücken ist kaputt und er hat Arthrose, muss jeden Tag Tropfen nehmen gegen die Schmerzen. Der Container an der Trinitaskirche war sein Sprungbrett runter von der Straße und von da aus ging es in die Kirchenkate, eine für Pfarrhöfe typische Einrichtung, um Obdachlosen wieder eine Zukunft zu bieten. Gegen ein geringes Entgelt kann dort jeder wohnen, der sich darum bemüht, doch die Warteliste ist lang.

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Die Sache ging ihm merklich nah. Nur noch wenige Meter und wir sind da …

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Die Blumen, wie ich sie vor knapp 7 Tagen aufs Grab gestellt hatte, sahen noch gut aus.

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Und damit auch die letzten 10 Euro, die ich (damals) in der Tasche hatte. Die Sache war es mir wert. Schließlich kannte ich ihn und für uns hätte er das selbe getan.

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Dann mal los …

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So ein Kreuz zu bauen ist gar nicht so schwer und kostet nicht die Welt. Zwei Kanthölzer 8×8 (wetterfest, am besten Eiche) übereinanderlegen und das horizontale Stück quer zum Vertikalbereich positionieren. Schnittkanten anzeichnen und an den Bleistiftstrichen entlang mit einer Säge die Versenkungen ins Holz fräsen, also darauf achten, die Hölzer nicht ganz durchzusägen. Jeder Schnitt sollte die selbe Tiefe haben. Am Ende mit dem Meißel das Holz zwischen den Linien entfernen und beide Hölzer an den versenkten Stellen ineinanderstecken – fertig ist das Holzkreuz (Leim nicht vergessen🙂

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Als Detlef die Blumen pflanzte, erinnerte mich das irgendwie an einen Vater, der seinen toten Sohn begräbt. Sorgsam, liebevoll, andächtig und irgendwie auch professionell. „Ich habe mal auf einem Friedhof gearbeitet“, ein „1 Euro-Job“, verrät Detlef mir ganz beiläufig und die Arbeit habe ihm auch Spaß gemacht.

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Im Hintergrund deutlich zu erkennen, die Zahl der Verstorbenen ohne Angenhörige ist nicht gering. Überall stecken kleinen gelbe Sichtreiter in der Erde, die Friedhöfe der Stadt sind voller vergessener Seelen.

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Die gute Nachricht: Die Stadt hat reagiert und heute braucht es keine Kreuze mehr. Jeder Verstorbene ohne Angehörige bekommt ab sofort einen Stein mit auf´s Grab, mit einem Namen und einem Datum darauf – das der Geburt und das des Todes und das meine Damen und Herren, ist eine wahre Neuerung – IM TOD NICHT LÄNGER NUR EINE NUMMER – IM TOD AUCH EIN NAME – „Hurra“, könnte man jetzt sagen.

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Andre Heinz Martinßen (†49) starb am 20. Februar 2014 allein in einem Zelt unter der Kennedybrücke und wurde am 29. April 2014 im Sammelverfahren und per Reihengrab ohne Name und Sterbedatum bestattet.

ICH DANKE ALLEN – die daran mitgewirkt haben – das Projekt „Namensplaketten auf Steinen“ für Verstorbene ohne Angehörige zu ermöglichen. Vielen Dank dafür!

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Und Andy, falls Du hier zuschaust, schau her, was Dein Tod noch bewirkt hat. So lange dieses Kreuz hier steht, werden die Menschen sich immer an Dich erinnern – und wie alles mal begann – mit einem Zelt unter der Brücke – und einem Mann – dessen Tod nun einen Namen trägt.

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– EINLADUNG –

Liebe Leser, am Donnerstag, den 19.11.2015 ist es soweit. Die Zeit der namenlosen Gräber ist vorbei. Zusammen mit Hamburgs Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit weihen wir die neuen Gräber auf dem Öjendorfer Friedhof in Hamburg ein. Freunde und Bekannte des Verstorbenen sowie alle Interessierten sind herzlichst hierzu eingeladen.

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TERMIN: 19.11.2015 – 10 Uhr – Friedhof Öjendorf
Manshardtstraße 200 – 22119 Hamburg
Grabfeld Nr. 318
– Einen Friedhofsplan finden Sie hier:
http://www.friedhof-hamburg.de/fileadmin/Dateien/pdf/oejendorf/Plan_Oejendorf.pdf
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Anfahrt & Allgemeine Info
http://www.friedhof-hamburg.de/oejendorf/kurz-info-fuer-besucher/

Programm:

10.00 Trompetenstück zur Einführung (Gero Weiland)
10.04 Begrüßung durch Wolfgang Purwin, Geschäftsführer der Hamburger Friedhöfe -AöR- oder Rainer Wirz, Bereichsleiter Friedhöfe der Hamburger Friedhöfe -AöR-.
10.06 Rede der Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit
10.16 Andacht mit Friedhofspastorin Erler, begleitende Trompetenmusik
10.30 Rede Max Bryan – „Wie alles begann – Nachruf Andre Heinz Martinßen“
10.45 Ende der Veranstaltung. Im Anschluss können Gäste Blumen auf Steine ihrer Wahl legen.

Hintergrund & Anfänge:

Todesnachricht (24.02.2014)
http://www.hinzundkunzt.de/toter-obdachlose-ist-identifiziert/

Interview mit Andre Heinz Martinßen (10 Monate vor seinem Tod) –> http://www.youtube.com/watch?v=A9P0QEqhEVg&list=UUWbqAhkZlc-5P2_rEJtcXkg

Kreuzbauer gesucht (29.4.2014)
http://www.hamburger-wochenblatt.de/st-georg/lokales/nachruf-toter-obdachloser-termin-29-april-d16559.html

„Das Kreuz steht“ (7.5.2014)
https://www.facebook.com/notes/max-bryan/nachruf-toter-obdachloser/775090999175484

Foto: https://www.facebook.com/161102710574227/photos/pb.161102710574227.-2207520000.1447303592./813976258620199/?type=3

Reblog:
http://horst-schneider-altona.blogspot.de/2014/05/wieder-ist-ein-mensch-ohne-wohnung-ein.html

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Liste toter Obdachloser in der Lobby des Hamburger Straßenmagazins Hinz & Kunzt.

Vollendet und vollbracht – Es begann mit einer Rose

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Mehr Bilder demnächst …

Vorerst noch ein Hinweis in aktueller Sache – Termin 19. November – Hamburg – 10 Uhr. Auch da schließt sich der Kreis. Hier gehts zur Einladung … –> https://maxbryan.wordpress.com/2015/11/17/namen-auf-graebern-termin-19-11/

Internet und Obdachlose [Sendekopie ZDF-Info]


(dort ab Minute „8:05“ geht´s um die Obdachlosen und den Steinfurther Gartenhof …)

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Die tapfere Hummel

„Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Hummel zu schwer ist und zu kurze Flügel hat, um fliegen zu können. Die Hummel weiß davon nichs, und fliegt!“🙂❤

Hab dich lieb …

NATUR liebt alles Sein. Natur macht keinen Unterschied. Natur liebt alles so, wie es ist. Mit allem Makel und aller Schwäche …❤

Ich wünsche Allen einen schönen Monat Mai …